netzeitung.deLula und Chávez planen «Pipeline des Südens»

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Venezuelas Präsident Chávez (l) und sein Kollege Lula demonstrieren Einigkeit (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Venezuelas Präsident Chávez (l) und sein Kollege Lula demonstrieren Einigkeit
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Eine intensivere Zusammenarbeit haben die Regierungen Brasiliens und Venezuelas vereinbart. Kernstück ist ein Großprojekt im Energiesektor.

Brasilien und Venezuela wollen noch enger zusammenarbeiten. Die Staatspräsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und Hugo Chávez beschlossen bei einem sechsstündigen Treffen am Donnerstagabend (Ortszeit) im brasilianischen Manaus die Beschleunigung verschiedener Integrationsprojekte.

«Wir werden alles tun, um die Integration von Brasilien und Venezuela voranzutreiben», versicherte Lula. Der Energiebereich stehe dabei im Vordergrund. Für die gesamte Region sei vor allem die Realisierung des Großprojekts «Gaspipeline des Südens» von großer strategischer Bedeutung, hoben die Staatschefs in der Hauptstadt des brasilianischen Urwald-Bundesstaates Amazonas hervor.

Die Leitung soll etwa 10.000 Kilometer lang sein, von Venezuela nach Argentinien führen und 20 Milliarden US-Dollar kosten. Lula und sein Gast Chávez teilten außerdem mit, sie wollten sich in Zukunft alle drei Monate treffen. Bei der nächsten Zusammenkunft am 12. Dezember in Venezuela wolle man die Weichen stellen für die Gründung von zwei gemeinsamen Tochterfirmen der staatlichen Ölgesellschaften Petrobras und PDVSA, hieß es.

Chávez drückt aufs Tempo
In Manaus gab es allerdings nicht nur Übereinstimmung. Chávez kritisierte die Verzögerung bei der Billigung des Beitritts von Venezuela in den südamerikanischen Handelsverband Mercosur durch das brasilianische Parlament. Der Linksnationalist prangerte auch die «Einmischung der USA» in südamerikanische Angelegenheiten an.

Lula wies Medienberichte über einen angeblichen Wettstreit zwischen Brasilien und Venezuela um die politische Führungsrolle in der Region zurück und meinte, der Disput zwischen Caracas und Washington verhindere nicht, dass die USA der größte Handelspartner Venezuelas sei. (dpa)