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Libanon trauert nach Attentat auf Ghanem

20. Sep 2007 10:14
Erste Hilfe nach dem Bombenanschlag.
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Die USA und Vereinten Nationen haben den Bombenanschlag auf den anti-syrischen Parlamentarier Ghanem scharf verurteilt. Es gebe seit Oktober 2004 ein «Muster von politischen Morden» im Libanon.

Die libanesische Regierung hat nach dem tödlichen Anschlag auf den anti-syrischen Parlamentarier Antoine Ghanem am Donnerstag Staatstrauer angeordnet. Das berichtete der Nachrichtensender Al-Arabija am Donnerstag.

Mehr in der Netzeitung:
Das Attentat wurde von den USA und den Vereinten Nation scharf verurteilt. Seit Oktober 2004 gebe es ein «Muster von politischen Morden», um jene einzuschüchtern, die sich für einen souveränen und demokratischen Libanon einsetzten, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino. Die Opfer seien immer wieder Menschen gewesen, die sich für ein Ende der Einmischung Syriens in die inneren Angelegenheiten des Libanon eingesetzt hätten.

Neben Ghanem von der christlichen Falange-Partei waren bei dem Attentat in Beiruts östlichem Vorort Sinn al-Fil am Mittwoch sechs weitere Menschen getötet worden. Mehr als 50 Menschen wurden bei dem Sprengstoffanschlag sechs Tage vor der Präsidentenwahl verletzt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte, solche Terrorakte zielten darauf, die Stabilität des Landes zu untergraben. Sie seien inakzeptabel.

Auch Syrien hatte den Anschlag «auf das Schärfste» kritisiert. Der Mord an Ghanem sei ein «krimineller Akt» mit dem Ziel, die Bemühungen um die Aussöhnung im Libanon zu sabotieren, hieß es aus Damaskus.

Unterdessen schreibt die Zeitung der Zukunftsbewegung des anti-syrischen Abgeordneten Saad Hariri: «Der Geheimdienst des syrischen Regimes hat das Verbrechen sechs Tage vor der Sitzung verübt.» Am kommenden Dienstag soll das Parlament, in dem die Siniora-Fraktion eine knappe Mehrheit hat, einen neuen Staatspräsidenten wählen. Es wird erwartet, dass die pro-syrischen Kräfte unter der Führung der schiitischen Hisbollah die Sitzung, bei der laut Verfassung zwei Drittel der Abgeordneten anwesend sein müssen, boykottieren werden. (dpa/nz)

 
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