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Sunniten-Führer kurz nach Bush-Besuch getötet

13. Sep 2007 16:40
US-Soldaten im Irak
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Nur wenige Tage nach seinem Treffen mit Bush ist der irakische Scheich Abu Rischa durch einen Anschlag ermordet worden. Unterdessen errichten Saudi-Arabien und Iran Stacheldrahtzäune an der Grenze zum Irak.

Der irakische Sunniten-Führer Sattar Abu Rischa ist durch einen Bombenanschlag in der Provinz Anbar nur zehn Tage nach seinem Treffen mit US-Präsident George W. Bush getötet worden. Die Bombe sei in der Nähe seines Hauses in der Stadt Ramadi detoniert, berichtete der Nachrichtensender Al-Arabija am Donnerstag.

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Bush hatte mit dem Scheich, der Vorsitzender der so genannten Anbar-Rettungsfront war, am 3. September während seines Überraschungsbesuchs auf dem US- Luftwaffenstützpunkt Al-Assad in der Anbar-Provinz gesprochen.

Die Anbar-Rettungsfront hat mit Unterstützung der US- Marineinfanterie in den vergangenen Monaten gegen das Terrornetzwerk Al Qaeda gekämpft. Abu Rischa ist im Irak nicht unumstritten. Regierungsmitglieder in Bagdad und Angehörige von Stämmen in der Anbar-Provinz fürchten, dass Abu Rischa von den US-Truppen zu einem Provinzfürsten mit eigener Miliz gemacht werde sollte.

Grenzwall und Stacheldraht gegen Gewalt im Irak

Unterdessen schotten sich irakische Nachbarländer mit Stacheldraht und meterhohen Mauern gegen die anhaltende Gewalt und Not im Irak ab. Der Sprecher des saudi-arabischen Innenministeriums, Mansur al-Turki, bestätigte am Donnerstag in Riad, dass das Königreich Saudi-Arabien an seiner 900 Kilometer langen Grenze zum Irak einen doppelten Stacheldrahtzaun errichten lassen wird.

Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete unter Berufung auf die Polizei, der Iran habe an seiner Grenze mit dem Irak bei Basra bereits mit dem Bau eines sieben Meter hohen Grenzwalls begonnen. Die Nachbarstaaten des Iraks fürchten sowohl das Eindringen von Terroristen als auch von Flüchtlingen. Anfang dieser Woche hatte Syrien, wo rund 1,5 der insgesamt 2,2 Millionen Flüchtlinge aus dem Irak Zuflucht gefunden haben, eine Visumspflicht für Iraker eingeführt.

Derweil starben bei einem Angriff auf eine Polizeipatrouille im Osten von Bagdad am Donnerstag mindestens fünf Menschen, etwa zehn weitere wurden verletzt. Die US-Armee teilte mit, bei einem Angriff auf mutmaßliche Aufständische in Tadschi nördlich der irakischen Hauptstadt seien am Mittwoch zwölf Verdächtige gefangengenommen worden. (dpa/nz)

 
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