Unterdessen schotten sich irakische Nachbarländer mit Stacheldraht und meterhohen Mauern gegen die anhaltende Gewalt und Not im Irak ab. Der Sprecher des saudi-arabischen Innenministeriums, Mansur al-Turki, bestätigte am Donnerstag in Riad, dass das Königreich Saudi-Arabien an seiner 900 Kilometer langen Grenze zum Irak einen doppelten Stacheldrahtzaun errichten lassen wird. Die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete unter Berufung auf die Polizei, der Iran habe an seiner Grenze mit dem Irak bei Basra bereits mit dem Bau eines sieben Meter hohen Grenzwalls begonnen. Die Nachbarstaaten des Iraks fürchten sowohl das Eindringen von Terroristen als auch von Flüchtlingen. Anfang dieser Woche hatte Syrien, wo rund 1,5 der insgesamt 2,2 Millionen Flüchtlinge aus dem Irak Zuflucht gefunden haben, eine Visumspflicht für Iraker eingeführt.
Derweil starben bei einem Angriff auf eine Polizeipatrouille im Osten von Bagdad am Donnerstag mindestens fünf Menschen, etwa zehn weitere wurden verletzt. Die US-Armee teilte mit, bei einem Angriff auf mutmaßliche Aufständische in Tadschi nördlich der irakischen Hauptstadt seien am Mittwoch zwölf Verdächtige gefangengenommen worden. (dpa/nz)