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Pazifik-Gipfel ohne konkretes Klimaschutzziel

08. Sep 2007 11:59
Gefährdet: das polare Eis
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Die Anrainer verpflichten sich zwar zu einer Senkung des Treibhausgas-Austoßes, doch die Bekenntnisse bleiben allgemein. Umweltschützer protestieren.

Die beiden weltgrößten Erzeuger von Treibhausgasen, China und die USA, haben beim APEC-Gipfel in Sydney erstmals formell dem Ziel zugestimmt, die für die Umwelt schädlichen Emissionen global zu senken. «Die Welt muss das Wachstum des Treibhausgasausstoßes verlangsamen, stoppen und schließlich umkehren», hieß es in der Erklärung, die die beiden Länder zusammen mit den anderen 19 Mitgliedern des Clubs der Pazifikanrainerstaaten (APEC) am Samstag in Sydney verabschiedeten.

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«Wir setzen uns für ein internationales Klimaschutzprogramm für die Zeit nach 2012 ein, dass die bestehenden Abmachungen stärkt, ausweitet und vertieft und den Treibhausgasausstoß reduziert.» Ein konkretes Ziel wurde jedoch nicht genannt. Umweltschützer kritisierten das als völlig unzureichend.

Der australische Premierminister John Howard sprach dagegen von einem «wichtigen Meilenstein» vor der großen Klimakonferenz im Dezember in Bali, bei der über einen Nachfolgevertrag zum Kyoto- Protokoll über die Verringerung der Treibhausgase verhandelt werden soll. 2012 läuft das Kyoto-Protokoll ab, das nur Reduktionsziele für die Industrieländer vorsah. Die USA und Australien hielten das für unfair und haben das Protokoll deshalb als einzige Industrieländer nicht ratifiziert.

Historische Verantwortung

In der APEC-Erklärung werden nun alle, auch die Entwicklungsländer, zu einem Beitrag aufgerufen. Auf Druck von China und einigen Entwicklungsländern wird in der Erklärung aber betont, dass verschiedene Länder verschiedene Verantwortungen haben. «Die Industrieländer sollten sich der Tatsache stellen, dass sie eine historische Verantwortung und einen hohen Pro-Kopf-Ausstoß haben», sagte der chinesische Präsident Hu Jintao bei dem Treffen. Pro Kopf der Bevölkerung gemessen ist Australien wegen seiner umfangreichen Kohleindustrie der größte CO2-Verschmutzer der Welt.

Die APEC-Länder, die zusammen 60 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung erbringen, kündigten auch Anstrengungen an, um bis 2030 mindestens 25 Prozent an Energie zu sparen, verglichen mit dem Verbrauch 2005. Zudem soll die Region bis 2020 um mindestens 20 Millionen Hektar aufgeforstet werden.

Umweltschützer zeigten sich wenig beeindruckt. «Wenn John Howard und George Bush sich ernsthaft um den Klimawandel kümmern, sollten sie das Kyoto-Protokoll ratifizieren und sich um echte Lösungen kümmern, wie erneuerbare Energien und Energieeffizienz, und sie sollten verbindliche Ziele zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen setzen», sagte Abigail Jabines von der Umweltschutzorganisation Greenpeace in Sydney. (dpa)

 
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