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Bin Ladens neues Video ohne Terrordrohung

07. Sep 2007 21:50
Das letzte Video von Osama Bin Laden stammt vom Oktober 2004.
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Die USA sind im Besitz einer neuen Videobotschaft von Osama Bin Laden. Zu neuen Angriffen gegen die USA rufe der Al-Qaeda-Führer in seinem ersten Video seit fast drei Jahren aber nicht auf.

Die US-Regierung hat am Freitag eine Kopie einer angeblichen Videobotschaft des Al-Qaeda-Führers Osama bin Laden erhalten. Sie werde auf ihre Echtheit überprüft, bestätigte ein Regierungsbeamter in Washington. Dem Sender CNN zufolge enthält die Kopie keine offenen Drohungen.

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Das Video wurde offenbar erst kürzlich aufgenommen. Es enthält nach Angaben eines Gewährsmannes Bezüge auf aktuelle Entwicklungen in Zusammenhang mit dem amerikanischen Militäreinsatz im Irak. Das Band habe eine Länge von knapp 30 Minuten, sagte der Informant, der anonym bleiben wollte, weiter.

Der Propagandaarm des Terrornetzwerks, al-Sahab, hatte in der Nacht zum Freitag angekündigt, dass sich Bin Laden zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 äußern werde. Auf arabischen Webseiten und im US-Fernsehen war bereits ein Bild aus dem Video zu sehen, das angeblich Bin Laden mit schwarz gefärbtem Bart zeigt.

Bestätigt sich die Echtheit, würde dies bedeuten, dass Bin Laden erstmals seit dem 29. Oktober 2004 wieder zu sehen ist. Die letzte Audiobotschaft des Terrorchefs stammt vom 1. Juli 2006. Eine Botschaft von Al Qaeda zum sechsten Jahrestag der Anschläge vom 11. September käme nicht überraschend. Bislang hat al-Sahab jedes Jahr ein entsprechendes Video veröffentlicht, in dem zumeist einer der 19 Attentäter seinen letzten politischen Willen verkündete.

Für US-Terrorexperten wäre es auch keine Überraschung, wenn sich Bin Laden nach so langer Pause wieder geäußert haben sollte. Bin Laden habe beispielsweise im Jahr 2005 überhaupt keine Botschaft veröffentlicht, um sich dann Anfang 2006 mehr als je zuvor an die Öffentlichkeit zu wenden, bevor er wieder für lange Zeit von der Bildfläche verschwunden sei, sagte der Geschäftsführer des IntelCenters, Ben Venzke.

Das Weiße Haus erklärte, eine neue Botschaft des Al-Qaeda-Führers würde nur noch einmal die Bedrohung unterstreichen, der die USA und andere Staaten ausgesetzt seien. Auch die jüngsten Festnahmen von Terrorverdächtigen in Deutschland und Dänemark hätten die Gefahr noch einmal verdeutlicht, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Gordon Johndroe, in Washington.

Nach Angaben des Heimatschutzministeriums in Washington gibt es keine «glaubwürdige Information» über neue, unmittelbar bevorstehende Anschläge in den USA. Bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurden mehr als 3000 Menschen in den USA getötet. (dpa/AP)

 
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