Nicolas Sarkozy bescheinigte seiner Frau am Morgen der Freilassung, sie habe «bemerkenswerte Arbeit geleistet». In dem Interview sagte sie, Gaddafi habe während ihrer Gespräche erkannt, «dass er sein Ansehen durch eine menschliche Geste verbessern könnte». Thema sei ausschließlich die Tragödie der Krankenschwestern und der HIV-infizierten Kinder gewesen.Cécilia Sarkozy räumte ein, sie habe Libyen Gegenleistungen in Form von medizinischer Ausbildung, Aids-Medikamenten und Visa für Aids-Patienten versprochen. «Was mich betrifft, so hat es lediglich medizinische Gegenleistungen gegeben», sagte sie. Die französische Regierung hatte bislang bestritten, dass es überhaupt Gegenleistungen gegeben habe.
Die Präsidentengattin sagte ferner, sie werden nicht vor der Untersuchungskommission aussagen. «Ich glaube, das ist nicht meine Aufgabe», sagte sie. Ein Regierungssprecher hatte kürzlich erläutert, dass die Immunität des Präsidenten auch für seine Ehefrau gelte, die er als Stellvertreterin entsandt habe. (nz/AP/dpa)