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Merkel und Abe um Klimaschutz bemüht

29. Aug 2007 16:49
Merkel und Abe wollen gegen den Klimawandel kämpfen
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Bei ihrem Japan-Besuch hat sich Kanzlerin Merkel um einen Ausbau der deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen bemüht. Beide Länder wollen für den Klimaschutz kämpfen.

Im Kampf gegen den Klimawandel wollen sich Deutschland und Japan als Vorreiter gemeinsam für einen energischen und nachprüfbaren Abbau der Treibhausgase einsetzen. Zum Auftakt ihres ersten Japanbesuchs bekräftigten Bundeskanzlerin Angela Merkel und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe ihren Schulterschluss in den internationalen Bemühungen, die Erderwärmung einzudämmen.

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Die Kanzlerin, die nach ihrem dreitägigen China-Aufenthalt am Mittag in der japanischen Hauptstadt gelandet war, begrüßte auch Abes Ankündigung, sich weiter an der internationalen Anti-Terror-Operation Enduring Freedom zu beteiligen. Japanische Schiffe hatten in der Vergangenheit in diesem Zusammenhang die deutschen Schiffe betankt, die am Horn von Afrika die internationalen Seewege sichern. Wegen dieser Zusage steht der innenpolitisch angeschlagene Abe unter zusätzlicher Kritik.

Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen

Merkels Besuch in Japan steht neben dem Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen und der Abstimmung in den internationalen Krisen vor allem im Zeichen der deutschen G8-Präsidentschaft. Japan übernimmt mit dem Jahreswechsel den Vorsitz der Runde der acht führenden Wirtschaftsnationen. Merkel sagte, beide Seiten wollten bis zum nächsten G8-Gipfel in Japan im Sommer nächsten Jahres «versuchen, den Weg zu gestalten».

Deutschland, die übrigen EU-Länder und Japan sind die Länder in der Welt, die sich bislang in der Frage der Treibhausgase am deutlichsten für die Vereinbarung von konkreten Abbauzielen stark machen. Abe hatte vor dem G8-Gipfel von Heiligendamm einen Plan zur Reduzierung der Treibhausgase um die Hälfte bis 2050 vorgesehen.

Dieses Ziel verfolgt auch die Bundesregierung. Einziger Unterschied: Als Basisjahr für die Berechnung will Merkel das Jahr 1990, Abe das Jahr 2007 festschreiben. 1990 käme Deutschland zu Gute, weil damals noch die Umweltbelastungen aus DDR-Zeiten zu spüren waren.

Abe trat für die Einbeziehung aller Treibhausgaserzeuger in das Nachfolgeabkommen von Kyoto ein, das 2012 ausläuft. Auch die Entwicklungsländer müssten einbezogen werden. Ähnlich wie Merkel bei ihrem China-Besuch formulierte auch Abe, dass die Länder dabei einen «flexiblen» Beitrag leisten müssten. Merkel hatte den Schwellen- und Entwicklungsländern zugestanden, dass die Industrieländer im Kampf gegen den Klimawandel vorangehen müssten, aber auch die aufstrebenden Staaten nach ihren Möglichkeiten einen Beitrag leisten müssten. Merkel betonte mit Blick auf die nach wie vor zögerliche Haltung der

Impulse für die Wirtschaft

Durch den Besuch Merkels erhofft sich die deutsche Wirtschaft neue Impulse im Japan-Geschäft. In die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde mit 128 Millionen Einwohnern exportiert die deutsche Wirtschaft verhältnismäßig wenig Waren. In der Rangliste der wichtigsten Exportländer für die deutsche Wirtschaft liegt Japan nur auf Platz 16 und damit weit hinter China. Japan hatte am selben Tag ein Interesse an einem Freihandels-Abkommen mit der EU gezeigt. Merkel reagierte zurückhaltend.

Vor ihrer Weiterreise nach Tokio hatte Merkel am Vormittag mit der Eröffnung einer Tochterfirma des Siemens-Konzerns in Nanjing ihren China-Besuch beendet. In der chinesischen Millionenstadt sagte Merkel, es sei bei ihrem Besuch deutlich geworden, welche Dynamik in dem chinesischen Markt stecke. In der 75 Millionen Euro teuren Fabrik in Nanjing stellt das Siemens-Unternehmen Komponenten zur Systemsteuerung von Maschinen her. Unternehmen wie dieses sind nach Auffassung der Kanzlerin wichtig für die Entwicklung der Volksrepublik, seien aber auch von Vorteil für die deutsche Wirtschaft. (dpa)

 
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