netzeitung.de42 Tote bei Bombenanschlägen in Südindien

 Herausgeber: netzeitung.de

Sitzplätze der Lasershow-Besucher nach dem Anschlag (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Sitzplätze der Lasershow-Besucher nach dem Anschlag
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Im südindischen Hyderabad explodierten am Samstag zwei Bomben. Ein dritte Bombe konnte durch Spezialisten entschärft werden. Wer hinter den Anschlägen steckt ist bislang unklar.

In der südindischen Millionenstadt Hyderabad sind bei zwei Bombenanschlägen nach jüngsten Angaben 42 Menschen getötet worden. 50 Menschen wurden verletzt, berichtete die Nachrichtenagentur PTI am Sonntag unter Berufung auf die Polizei.

Die Explosionen in einem Straßenrestaurant und bei einer Lasershow im viel besuchten Lumbinipark seien am Vorabend durch Zeitzünder ausgelöst worden, hieß es weiter. Eine dritte Bombe habe von Spezialisten entschärft werden können, sagte der Ministerpräsident des Bundesstaates, Andhra Pradesh, Y.S. Rajasekhar Reddy, in Hyderabad.

Noch kein Bekennerschreiben
Hinter der Tat vermuten die Behörden die verbotene muslimische Terrororganisation Harkat-ul-Jehadi-Islamia (HuJI). Offiziell hat sich jedoch noch niemand dazu bekannt. Extremistische Muslime und radikale Hindu-Nationalisten verüben in Indien immer wieder Anschläge, um Spannungen zwischen den beiden größten Glaubensgemeinschaften zu schüren.

PTI meldete, es werde eine mögliche Verbindung zu einer militanten Organisation in Bangladesch geprüft, die von den Behörden bereits für einen Anschlag auf die historische Moschee in Hyderabad im Mai verantwortlich gemacht wird. Damals kamen elf Menschen ums Leben.

Der indische Innenminister, Shivraj Patel, verurteilte die Bombenanschläge am Sonntag in Neu Delhi unmittelbar vor seiner Abreise nach Hyderabad. Nach PTI-Angaben sprach er Opfern und Angehörigen sein Mitgefühl aus. Auch der stellvertretende pakistanische Botschafter in Indien, Afrasiab Mehdi Hashmi, verurteilte im Namen der Regierung in Islamabad die Anschläge. (dpa)