24. Aug 2007 14:48
In dem Gebiet um den Ayers Rock leben vor allem Aborigines - ohne Jobs und Zukunftsperspektiven. Den zunehmenden Alkohol- und Kindesmissbrauch bekämpft die Regierung in Canberra vor allem mit Verboten.
Die Lokalverwaltung setzt damit ein neues Gesetz um, das Kindesmissbrauch und -vernachlässigung in Gemeinden mit hohem Anteil von Ureinwohnern, den Aborigines, bekämpfen soll. Die Touristen in den beiden Fünf-Sterne-Hotels müssen allerdings nicht verzichten, denn dort wird Henderson zufolge weiterhin Alkohol ausgeschenkt. In den Uluru-Kata Tjuta-Nationalpark um den großen Sandstein kommen jedes Jahr rund 500.000 Touristen. Die Regierung in Canberra hatte bereits im Juli ein umfangreiches Programm beschlossen. Auslöser war eine Studie, die in den Aborigines-Gemeinden weit reichenden Kindesmissbrauch festgestellt hatte. Viele Ureinwohner leben in abgelegenen Gegenden ohne Jobs und Zukunftsperspektiven und oft überwiegend von Sozialhilfe. Alkoholmissbrauch und Kriminalität sind dort weiter verbreitet als im australischen Durchschnitt.
Zu den Maßnahmen gehört auch ein Pornografie-Verbot. Sozialhilfe wird künftig teilweise nur noch zweckgebunden für Nahrungsmittel, Kleidung und Miete ausgezahlt, und wird gekürzt, wenn Eltern ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Die Regierung will damit die Kinder schützen und hofft, ihnen mit einer ordentlichen Schulausbildung einen besseren Start in die Zukunft zu sichern. Sprecher der Aborigines haben die Zwangsmaßnahmen als Bevormundung scharf kritisiert. (dpa)