netzeitung.deFall Litwinenko kommt Briten teuer zu stehen

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Litwinenko kurz vor seinem Vergiftungstod (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Litwinenko kurz vor seinem Vergiftungstod
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Giftmord an dem russischen Ex-Agenten Litwinenko kostet den britischen Staat mehrere Millionen Pfund. Aufkommen muss dafür der Steuerzahler.

Zu den Folgen der Vergiftung des russischen Regimegegners Alexander Litwinenko mit der radioaktiven Substanz Polonium gehören Kosten für den britischen Steuerzahler von rund drei Millionen Pfund (knapp 4,5 Millionen Euro).

Etwa eine Million Pfund hätten die Ermittlungen von Scotland Yard verursacht, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht des zuständigen Londoner Stadtrates. Weitere zwei Millionen Pfund habe die Behörde für Gesundheitsschutz bei der Untersuchung von rund 1000 potenziell mit Polonium kontaminierten Menschen sowie von 47 Gebäuden in London ausgegeben.

Laut dem Bericht wurde an 27 Stellen Radioaktivität entdeckt - unter anderem in einem Taxi, einem marokkanischen Restaurant und in acht Flugzeugen. Allein die Reinigung dieser Orte kostete laut dem Stadtrat 250.000 Pfund.

Litwinenko war am 23. November 2006 an den Folgen der Vergiftung mit Polonium gestorben. Scotland Yard war zu dem Schluss gekommen, ihm sei das Gift vermutlich von dem früheren russischen Geheimdienstmitarbeiter Andrej Lugowoi bei einem Treffen in einem Londoner Restaurant verabreicht worden.

Die russischen Behörden lehnen die Auslieferung Lugowois ab. Der Streit wurde im Juli zu einer Krise, in deren Folge beide Seiten jeweils vier Diplomaten auswiesen. (dpa)