17. Aug 2007 13:18
Schon wieder ist ein ägyptische Mädchen während einer Genitalverstümmelung gestorben. Die Behörden in Kairo wollten dem Mediziner die Lizenz entziehen - ohne Erfolg.
Die äußert schmerzhafte und gesundheitlich bedenkliche Genitalverstümmelung von Mädchen ist eine in mehreren afrikanischen Staaten verbreitete Tradition. In den vergangenen Wochen waren in Ägypten zwei Fälle von Mädchen bekannt geworden, die bei dieser Operation gestorben waren. Die 13 Jahre alte Karima aus Kafr Gaafar in der Provinz Gharbija starb während der Operation an einer Überdosis Betäubungsmittel. Bereits im Juni war eine 12-Jährige in Oberägypten nach einer Beschneidung gestorben.Laut «Daily Star» wollte das Gesundheitsministerium dem Arzt, der Karima operiert hatte, daraufhin die Lizenz entziehen. Die Ärztegewerkschaft habe jedoch dagegen protestiert und erklärt, bislang gebe es noch kein Gesetz, das die Beschneidung von Mädchen verbiete. (dpa)