Die Entwicklungsländer hätten durch das anhaltende Bevölkerungswachstum keine Möglichkeit, Armut und Hunger zu bekämpfen. Bähr forderte die Bundesregierung auf, Entwicklungshilfegelder verstärkt für Programme zur Familienplanung und reproduktiven Gesundheit einzusetzen. Für das noch zu den Entwicklungsländern gezählte China prognostiziert der Report einen mäßigen Bevölkerungszuwachs um insgesamt neun Prozent von heute 1,318 Milliarden Menschen auf 1,437 Milliarden bis zur Jahrhundertmitte. Für alle übrigen Entwicklungsländer sagt die Stiftung eine Bevölkerungszunahme um 62 Prozent von heute 4,1 Milliarden Menschen auf 6,6 Milliarden im Jahr 2050 voraus. Schlusslich bei der Bevölkerungsentwicklung bleibt nach dem Datenreport Europa. Zwar seien die Geburtenraten in einigen europäischen Ländern wie Spanien, Italien und vor allem Schweden gestiegen.
Von einem generellen Aufwärtstrend bei den Geburten in Europa könne man aber noch nicht sprechen, erklärte die DSW. Nach der aktuellen Projektion gehe der Anteil der Europäer an der Weltbevölkerung von heute elf Prozent der Menschheit auf sieben Prozent im Jahr 2050 zurück. Die Zahl der in Europa lebenden Menschen sinke von derzeit 733 Millionen auf 669 Millionen Mitte des Jahrhunderts.