HRW veröffentlichte eine Untersuchung der Gefechte im März und April in der Hauptstadt Mogadischu, bei denen hunderte Menschen ums Leben kamen und etwa 400.000 in die Flucht getrieben wurden. Auch seitdem seien die Rechte der Zivilbevölkerung immer wieder verletzt worden, sagte HRW- Geschäftsführer Ken Roth. In Somalia herrschen seit 16 Jahren Chaos und Anarchie. Seit Monaten gehen äthiopische Streitkräfte zusammen mit Soldaten der Übergangsregierung gegen verbliebene Kämpfer der islamischen Milizen vor, die im vergangenen Jahr einen Großteil des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Eine Friedensmission der Afrikanischen Union ist noch immer nicht einsatzfähig. Die Vereinten Nationen ziehen eine Friedensmission in Erwägung.
Die Menschenrechtsorganisation forderte, diese Mission mit einem starken Mandat zum Schutz der Zivilbevölkerung auszurüsten. «Die Gleichgültigkeit des UN-Sicherheitsrats hat zu der Tragödie noch weiter beigetragen», sagte Roth. (dpa)