13. Aug 2007 15:33
Die Spannungen zwischen Uganda und Kongo verschärfen sich. Die ugandische Regierung wirft dem Nachbarstaat vor, LRA-Rebellen Unterschlupf zu gewähren.
Uganda reagiere stufenweise und versuche, Überzeugungsarbeit zu leisten, sagte Verteidigungsminister Crispus Kiyonga der Zeitung «Daily Monitor» (Montagsausgabe). «Wenn die sanfte Art nicht funktioniert, werden wir härtere Maßnahmen ergreifen, ein Wiedereinmarsch eingeschlossen.» Uganda wirft der Regierung von Präsident Joseph Kabila in Kinshasa vor, im Krisengebiet Ostkongo der Rebellengruppe LRA (Widerstandsarmee des Herrn) seit deren Flucht aus dem Sudan Zuflucht zu gewähren. Kampala führt mit der LRA zähe Friedensverhandlungen.
Die Entdeckung großer Öl- und Erdgasvorkommen im Westen Ugandas sowie unter dem Albertsee im direkten Grenzverlauf schürt den Konflikt. Außerdem sollen Regierungstruppen in jüngster Zeit mehrmals Vorstöße auf ugandisches Gebiet unternommen haben, bei denen unter anderem ein britischer Ölarbeiter getötet und vier ugandische Soldaten gefangen genommen worden sein sollen.