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Musharraf ruft zum Kampf gegen Extremismus auf

12. Aug 2007 11:12, ergänzt 15:47
'Historischer Tag in den Beziehungen beider Länder'
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Zum Abschluss der Ratsversammlung hunderter Stammesführer aus Afghanistan und Pakistan hat Präsident Musharraf Verantwortung eingestanden. Und man solle die Globalisierung nicht vergessen.

Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf hat Afghanistan zum gemeinsamen Kampf gegen Extremisten aufgerufen, um den Anschluss an die Globalisierung nicht länger zu verpassen. Zum Abschluss der so genannten Friedens-Dschirga, einer Versammlung von Stammesführern, sagte Musharraf am Sonntag in Kabul, während die Welt ökonomisch vorankomme, seien die beiden Länder mit einer «besonders dunklen Form» des Terrorismus konfrontiert, die von ausländischen Einflüssen begünstigt werde.

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  • Musharraf, der seine Teilnahme zu Beginn der Versammlung am Donnerstag zunächst abgesagt hatte, wurde bei seinem Erscheinen an der Seite des afghanischen Staatschefs Hamid Karsai mit Beifall bedacht. Die Stammesführer berieten darüber, wie die wachsende Gewalt in der Grenzregion eingedämmt werden kann. Der pakistanische Präsident sagte, die Talibanisierung des Gebiets hindere beide Länder daran, von der Globalisierung zu profitieren.

    In einer Abschlusserklärung verpflichteten sich die mehr als 600 teilnehmenden Stammesführer aus beiden Ländern, den Kampf gegen den Terrorismus fortzusetzen. Außerdem werde man sich bemühen, den Dialog aufrechtzuerhalten und regelmäßige Treffen zu vereinbaren.

    In der Region töteten mutmaßliche islamische Extremisten zwei Männer, denen sie Spionage für die USA vorwarfen. Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen verlautete am Sonntag, ein Afghane sei enthauptet, ein weiterer erschossen worden. Ihre Leichen wurden in der Nähe von Miran Shah gefunden, der Hauptstadt der Stammesregion Nord-Waziristan. Islamische Extremisten in dem Gebiet werden für Gewalt verantwortlich gemacht, bei der in den vergangenen Jahren eine große Zahl von Menschen getötet wurde. In der schwer zugänglichen Region operieren Kämpfer mit Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Kaida und den Taliban.

    In Afghanistan wurden am Wochenende fünf Soldaten der USA und der NATO-Schutztruppe getötet. Die US-Streitkräfte teilten mit, am Sonntag seien drei amerikanische Soldaten bei der Explosion einer am Straßenrand versteckten Bombe im Osten des Landes ums Leben gekommen. Der Anschlag tötete auch einen Übersetzer. Die Briten meldeten den Tod eines Soldaten bei einem Angriff auf einen Stützpunkt in der Südprovinz Helmand. Fünf weitere Soldaten erlitten leichte Verletzungen. Ein weiterer NATO-Soldat kam nach Angaben des Militärbündnisses am Samstag in Ostafghanistan ums Leben.

    Damit kamen in diesem Jahr nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP mindestens 127 Soldaten der internationalen Truppen in Afghanistan ums Leben, darunter 61 Amerikaner. In der südlichen Provinz Urusgan griffen die Taliban am Samstagabend einen US-Militärstützpunkt an, zum dritten Mal in dieser Woche. Bei den Kämpfen seien mehrere Extremisten getötet worden, teilten die US-geführten Koalitionstruppen mit. Bereits am Dienstag kamen den Angaben zufolge bei Gefechten Dutzende Taliban ums Leben. Eine US-Militärsprecherin sagte, man erwarte in Kürze einen Großangriff auf den Stützpunkt. (AP)


     
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