11. Aug 2007 13:47
Das zweite Jahr in Folge zerstören Brandrodungen und Holzfäller in Brasilien weniger Regenwald als in den Vorjahren. Für die Regierung ist dies ein Erfolg im Kampf gegen den Klimawandel.
Im Vergleich zu 2005 rodete man 25,3 Prozent Urwaldfläche weniger. Im Jahr 2004 maß die zerstörte Fläche noch 27.429 Quadratkilometer, fast doppelt soviel wie 2006. Umweltministerin Marina Silva feierte den erneuten Rückgang und versicherte: «Wir haben in Brasilien das weltbeste System zur Überwachung des Urwaldes.» Umweltsünder hätten in den vergangenen zwei Jahren Geldstrafen von insgesamt drei Milliarden Real (etwa 1,2 Mrd Euro) erhalten. Rund 500 Menschen mussten ins Gefängnis. Der Rückgang der Urwaldzerstörung habe sei zudem in den vergangenen zwei Jahren einen Kohlendioxidausstoß von 410 Millionen Tonnen verhindert.
Für das nächste Berichtsjahr will das Umweltministerium in Brasilia die Zerstörung des Amazonasregenwaldes um 30 Prozent auf rund 9600 Quadratkilometer verringern.
Die 27.000 Quadratkilometer von 2004 waren kurz nach der Amtsübernahme von Staatspräsident Luiz Lula da Silva das zweithöchste Niveau aller Zeiten. Die bislang größte Fläche war in Brasilien 1995 mit 29.000 Quadratkilometern gerodet worden. (dpa)