09.08.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Auf dem Tijananmen-Platz in Peking
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Sicherheitsleute hatten die Menschenrechtler aus den UA, Kanada und Großbritannien vor einer Olympia-Feier auf dem Weg zum Tian'anmen-Platz in Peking aufgegriffen. Man setzte sie in Hongkong ab.
China hat acht festgenommene tibetische Unabhängigkeitsaktivisten aus den USA, Kanada und Großbritannien ausgeflogen. Sie wurden bereits am Mittwoch in ein Flugzeug nach Hongkong gesetzt, wie die Exekutivdirektorin von «Studenten für ein freies Tibet», Lhadon Thetong, am Donnerstag in ihrem Internet-Blog berichtete. Lhadon und ihr Mitstreiter Paul Golding waren am Vortag auf dem Weg zum Tian'anmen-Platz zur Feier anlässlich des Beginns des Countdowns ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Peking von Sicherheitsleuten aufgegriffen worden.
Zusammen mit den sechs Aktivisten, die am Dienstag an der Großen Mauer gegen die chinesische Herrschaft in Tibet protestiert hatten, wurden sie in das Sonderwirtschaftsgebiet Hongkong geflogen.
«Wir sind hier. Wir sind stolz. Wir sind sehr, sehr müde», berichtete Lhadon, die während ihres einwöchigen Besuchs in Peking ständig von Sicherheitsagenten in Zivil verfolgt worden war. Wie die Aktivisten schilderten, wollten sie in Peking darauf aufmerksam machen, dass China die Spiele benutze, um seine «illegale Besetzung zu legitimieren». (dpa)