08. Aug 2007 14:55
Der Koran verlangt von Muslimen, Andersgläubige zu ermorden, glaubt Geert Wilders. Der rechtsgerichtete Politiker aus den Niederlanden will das Buch deshalb aus dem Land verbannen.
Als Anlass für seine Forderung nimmt der Oppositionspolitiker mehrere gewalttätige Überfälle auf einen jungen Mann, der den muslimischen Glauben aufgegeben und ein Komitee für Gleichgesinnte gegründet hat. Der Mann war mehrfach von jungen Muslimen zusammengeschlagen worden und steht nun unter Polizeischutz. «Der Kern des Problems ist der faschistische Islam, die kranke Ideologie von Allah und Mohammed, wie sie in dem islamistischen 'Mein Kampf' niedergelegt ist», meint Wilders. In verschiedenen Suren des Korans würden Muslime aufgerufen, Juden, Christen, Andersgläubige und Ungläubige zu unterdrücken, zu verfolgen oder zu ermorden. «Suren im Überfluss, die die Muslime zu Tod und Verderben aufrufen und anstiften», kommentiert er rechtsgerichtete Politiker. Neben dem Verbot des Korans verlangt Wilders, dass keine muslimischen Einwanderer mehr in die Niederlande kommen und keine Moscheen mehr gebaut werden dürfen.
Wilders hatte im vergangenen Jahr die Partei für die Freiheit gegründet, die bei der Parlamentswahl im November auf Anhieb neun der 120 Sitze im Parlament erzielte. Er ist Fraktionschef. Im Frühjahr hatte er zwei sozialdemokratische Staatssekretäre heftig angegriffen, die neben der niederländischen auch die türkische beziehungsweise marokkanische Staatsangehörigkeit besitzen. (dpa)