07. Aug 2007 19:53
In Russland ist gegen den Putingegner Beresowski ein weiterer Haftbefehl erlassen worden. London lehnt Auslieferungsbegehren ab.
Der Gegner von Präsident Wladimir Putin steht nach Angaben seiner Anwälte unter anderem im Verdacht, gewaltsam einen Machtwechsel in Russland herbeiführen zu wollen. Wegen der angeblichen Umsturzpläne in seiner früheren Heimat sei Anklage erhoben worden, hatten die Anwälte Anfang Juli mitgeteilt. Beresowski macht den Kreml etwa für den spektakulären Gifttod seines Mitarbeiters Alexander Litwinenko in London im November 2006 verantwortlich. Der bei Putin in Ungnade gefallene Beresowski genießt in Großbritannien Flüchtlingsstatus. Frühere Auslieferungsbegehren Russlands hatte London abgelehnt.Die russische Generalstaatsanwalt hatte im April Anklage gegen Beresowski wegen illegaler Aneignung von 214 Millionen Rubel (6,2 Millionen Euro) der Fluggesellschaft Aeroflot Anfang der 1990er Jahre erhoben. In dem Verfahren galt der Milliardär bis dahin nur als Helfershelfer. Beresowski zählte in den 1990er Jahren zu den Vertrauten des Ende April gestorbenen Ex-Präsidenten Boris Jelzin. Der Oligarch war im Jahr 2000 nach London ins Exil gegangen und hatte dort politisches Asyl erhalten. (dpa)