Das Weltkinderhilfswerk Unicef forderte indes einen rascheren Beginn des Friedenseinsatzes. Die Truppen müssten so schnell wie möglich helfen, den Zugang zu Flüchtlingen und Vertriebenen in der sudanesischen Konfliktregion zu verbessern, forderte die Hilfsorganisation am Donnerstag in Köln. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen seien dort derzeit mehr als eine halbe Million Menschen komplett von Hilfe abgeschnitten. Besonders die Kinder litten unter der unzureichenden Versorgung mit Nahrungsmitteln, Wasser und medizinischer Hilfe.
In einigen Lagern seien mehr als ein Viertel der Kinder akut mangelernährt. «Die internationale Gemeinschaft muss die Friedenstruppen so schnell wie möglich zum Einsatz bringen», sagte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Dietrich Garlichs. «Jede weitere Verzögerung kann für viele Kinder das Todesurteil bedeuten.»
Insgesamt sind in Darfur laut Unicef rund vier Millionen Menschen auf Hilfe von außen angewiesen, die Hälfte von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Jeden Tag sterben dort der Organisation zufolge durchschnittlich 75 Kinder unter fünf Jahren an Schwäche und Krankheiten.