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Erste Zusagen an Uno für Darfur-Truppe

02. Aug 2007 16:50
Millionen Einwohner von Darfur sind in die Flucht getrieben worden
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Fünf afrikanische Länder haben sich bereit erklärt, Soldaten in die sudanesische Krisenregion Darfur zu entsenden. Das Mandat der UN-Friedenstruppe soll Ende des Jahres beginnen.

Für den gemeinsamen Friedenseinsatz von Vereinten Nationen und Afrikanischer Union (AU) in der sudanesischen Konfliktregion Darfur haben bislang fünf afrikanische Länder Soldaten zugesagt. Burkina Faso, Kamerun, Nigeria, Ägypten und Äthiopien sicherten nach AU-Angaben auf einer Konferenz in Addis Abeba am Donnerstag Kontingente zu.

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Äthiopien zieht dabei die Entsendung von rund 5000 Soldaten in Betracht. Nigeria, das bereits 2000 Mann für die derzeitige AU-Truppe in Darfur stellt, will rund 700 weitere Soldaten schicken. Auch Frankreich, Dänemark und Indonesien haben schon eine Beteiligung ihrer Länder an der gemeinsamen UN-AU-Truppe angeboten.

Insgesamt 26.000 Mann sollen im weltweit größten Friedenseinsatz die seit mehr als vier Jahren anhaltende Gewalt in Darfur beenden. Die kombinierte Truppe soll spätestens Ende des Jahres die AU-Truppe ablösen, deren 7000 Mann die Kämpfe bislang nicht eindämmen konnten. An der derzeitigen AU-Truppe sind auch Ruanda, der Senegal, Südafrika und Sambia beteiligt.

Während des Konflikts zwischen der Bevölkerung und regierungsfreundlichen arabischen Milizen sind seit Februar 2003 mehr als 200.000 Menschen getötet worden, 2,5 Millionen Einwohner wurden in die Flucht getrieben.

Unicef mahnt zur Eile

Das Weltkinderhilfswerk Unicef forderte indes einen rascheren Beginn des Friedenseinsatzes. Die Truppen müssten so schnell wie möglich helfen, den Zugang zu Flüchtlingen und Vertriebenen in der sudanesischen Konfliktregion zu verbessern, forderte die Hilfsorganisation am Donnerstag in Köln.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen seien dort derzeit mehr als eine halbe Million Menschen komplett von Hilfe abgeschnitten. Besonders die Kinder litten unter der unzureichenden Versorgung mit Nahrungsmitteln, Wasser und medizinischer Hilfe.

In einigen Lagern seien mehr als ein Viertel der Kinder akut mangelernährt. «Die internationale Gemeinschaft muss die Friedenstruppen so schnell wie möglich zum Einsatz bringen», sagte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Dietrich Garlichs. «Jede weitere Verzögerung kann für viele Kinder das Todesurteil bedeuten.»

Insgesamt sind in Darfur laut Unicef rund vier Millionen Menschen auf Hilfe von außen angewiesen, die Hälfte von ihnen sind Kinder und Jugendliche. Jeden Tag sterben dort der Organisation zufolge durchschnittlich 75 Kinder unter fünf Jahren an Schwäche und Krankheiten.

Berichte über Gefechte zwischen Nomaden

Am Donnerstag wurden zudem Berichte von davon losgelösten Kämpfen zwischen arabischen Nomadenstämmen in Süddarfur bekannt. Mindestens 82 Menschen seien getötet und 20 weitere verletzt worden, hieß es in zwei Zeitungen.

Ein Behördensprecher in Nyala erklärte, solche Gefechte würden immer wieder von Kämpfen um Wasser und Weideflächen ausgelöst. Die Situation sei aber inzwischen unter Kontrolle. (AP)

 
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