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Moskau will die rohstoffreiche Arktis haben

02. Aug 2007 12:05
Eisberg in der Arktis
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Russland erhebt mit einer Tauchaktion seinen Anspruch auf den Nordpol: Forscher drangen bis in eine Tiefe von fast 4300 Metern vor - dort wollen sie die russische Flagge auf einem Titanfeld aufstellen.

Moskau hat mit einer groß angelegten Tauchexpedition am Nordpol seinen Anspruch auf die reichen Öl- und Gasvorräte in der Arktis geltend gemacht. Russische Polarforscher stießen am Donnerstag erstmals in der Geschichte der Nordpolexpeditionen mit zwei bemannten Mini-Tauchkapseln bis zu einer Tiefe von 4261 Metern auf den Meeresboden vor, wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass meldete.

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«Unser größtes Anliegen ist es, die Welt daran zu erinnern, dass Russland eine großartige Polarforschungs- und Wissenschaftsnation ist», zitierte die «Los Angeles Times» aus einer E-Mail des Polarexperten Artur Chilingarov. Er steuert eines der beiden Mini-Tauchboote. «Den Meeresboden in einer solchen Tiefe zu berühren, fühlt sich wie der erste Schritt auf dem Mond an.»

Der Tauchgang der am frühen Morgen startete, soll ungefähr acht Stunden dauern, berichtete die russische Nachrichtenagentur weiter. Die Forscher wollen etwa eine Stunde auf dem Meeresboden bleiben, die russische Flagge aufstellen und in einer Kapsel Nachrichten für künftige Generationen hinterlassen. Außerdem wollen sie Bodenproben mit nach oben bringen.

Auch andere wollen dabei


Mit der Fahne auf einem Titanfeld des Eismeeres soll auf die Ambitionen Moskaus in der Arktis hingewiesen werden. Auch die sogenannten Polarstaaten USA, Kanada, Dänemark und Norwegen wollen das Gebiet für sich beanspruchen. Durch den Klimawandel und die Erderwärmung schmilzt das Arktiseis, so dass die Rohstoffe in der Region einfacher ausgebeutet werden können.

Ziel der russischen Expedition sei es, wissenschaftliche Beweise dafür zu sammeln, dass das Unterwassergebirge am Nordpol mit dem russischen Festland verbunden ist, sagte Außenminister Sergej Lawrow nach Angaben von Interfax. Die Frage des Eigentums müsse auf Grundlage internationalen Rechts neu geregelt werden. (nz/dpa)

 
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