Weder Brown noch Bush sprachen direkt über einen Zeitpunkt für einen Truppenabzug aus dem Irak. Die Stabilisierung im Irak werde noch lange dauern, «genau wie der ideologischen Kampf», betonte Bush. Brown verwies allerdings auf Fortschritte bei der Übertragung von Sicherheitsaufgaben an irakische Kräfte in den vier von Großbritannien kontrollierten Süd-Provinzen im Irak. US-Kommentatoren werteten dies als vorsichtige Hinweise auf mögliche Perspektiven zu einer britischen Truppenreduzierung.Die zentralen Themen des zweitägigen Treffen in Camp David waren neben den Kriegsschauplätzen und dem Terrorismus auch die Lage im Nahen Osten, der Atomkonflikt mit dem Iran, der Kampf gegen die Armut, die globale Klimaerwärmung und die Krise in der westsudanesischen Region Darfur. Die Situation in Darfur sei derzeit «die größte humanitäre Katastrophe in der Welt», betonte Brown. Der Druck auf den Sudan müsse weiter erhöht werden, um die Gewalt zu beenden, die bereits zwei Millionen Menschen in die Flucht getrieben und 200 000 Tote gefordert habe. Bush sprach erneut vom «Völkermord» im Darfur, der beendet werden müsse.