netzeitung.deRevolutionsfeiern ohne Fidel Castro

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Der Präsidenten-Bruder bei seiner Rede vor rund 100.000 Kubanern (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Präsidenten-Bruder bei seiner Rede vor rund 100.000 Kubanern
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Im vergangenen Jahr hielt Fidel Castro am Jahrestag der Revolution noch zwei Reden. Nun wurde der Schwerkranke von seinem Bruder Raúl vertreten.

Die Revolutionsfeiern in Kuba haben in diesem Jahr Staatsführer Fidel Castro stattgefunden. Sein Bruder Raul Castro, der seit einem Jahr die Amtsgeschäfte für den erkrankten Staatschef führt, hielt an seiner Stelle am Donnerstag zu den Feierlichkeiten in der Stadt Camaguey südöstlich von Havanna eine Rede.

Das Land habe «sehr schwierige Monate» hinter sich, sagte er vor rund 100.000 Menschen. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung auf einen «gleichberechtigten Dialog» mit den USA nach dem Ende der Amtszeit von US-Präsident George W. Bush im kommenden Jahr.

Raúl Castro gab auch bekannt, dass die Genesung seines Bruders Fortschritte mache. Fidel Castro, der im kommenden Monat 81 wird, hatte im vergangenen Jahr noch zwei Reden bei den Revolutionsfeiern gehalten. Er wurde danach aber operiert und trat nicht mehr in der Öffentlichkeit auf.

Der Angriff kubanischer Rebellen auf eine Armeekaserne am 26. Juli 1953 wurde zwar zum Desaster, es war aber der Beginn einer revolutionären Bewegung, die dann im ganzen Land mehr und mehr an Boden gewann und schließlich zum Sturz von Diktator Fulgencio Batista im Januar 1959 führte. (AP/epd)