26.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Sarkozy und Gaddafi in Tripolis
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Frankreich und Libyen haben ein Abkommen über die friedliche Nutzung von Atomkraft geschlossen. Sarkozy hatte seinen Libyen-Besuch von der Freilassung der bulgarischen Krankenschwestern abhängig gemacht.
Frankreich und Libyen haben am Mittwoch ein Abkommen über die friedliche Nutzung der Atomkraft abgeschlossen. Der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der libysche Staatschef Muammar Gaddafi vereinbarten bei einem Treffen in Tripolis zudem eine bessere Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus, bei Forschung und Bildung sowie in Wirtschaftsfragen.
Die beiden Staaten wollten den bilateralen Beziehungen neuen Schwung verleihen, hieß es in einer Erklärung. Einzelheiten zu der angestrebten Zusammenarbeit bei der Atomenergie wurden nicht genannt. Die französische Umweltgruppe Sortir du Nucléaire warf Sarkozy vor, Libyen als Gegenleistung für die Freilassung der fünf bulgarischen Krankenschwestern Atomtechnik zu überlassen. Sarkozy hatte sein Treffen mit Gaddafi von der Lösung des Dramas abhängig gemacht.
Der Präsident hatte vor dem Treffen erklärt, Ziel seiner Reise sei, die Eingliederung des einstigen Paria-Staates in die internationale Gemeinschaft voranzutreiben. Sein Sprecher David Martinon nannte Libyen wegen seiner Lage einen «strategischen Gesprächspartner». (AP)