25. Jul 2007 21:19, ergänzt 21:52
Frankreichs Präsident Sarkozy hat Libyens Staatschef Gaddafi besucht, die US-Regierung schlägt versöhnliche Töne an: Der einstige Paria-Staat soll nach der Freilassung der Bulgarinnen belohnt werden.
Für das nordafrikanische Land bahnt sich nach dem Ende der jahrelangen Krise um die Krankenschwestern ein Neustart der Beziehungen mit der Europäischen Union an. Auch US-Außenministerin Condoleezza Rice erklärte, sie hoffe bald nach Libyen reisen zu können. Der bulgarische Ministerpräsident Sergej Stanischew erklärte, Sofia werde Tripolis möglicherweise Schulden in Höhe von rund 39 Millionen Euro erlassen. Dies sollte dann aber nicht als Lösegeldzahlung für die fünf freigelassenen Krankenschwestern und den Arzt, sondern als humanitäre Hilfe verstanden werden, betonte er.
Rice sagte in Washington, US-Unternehmen seien sehr an einem Engagement in Libyen interessiert. Der französische Staatschef Sarkozy und seine Frau Cécilia hatten sich intensiv um die Freilassung der Krankenschwestern und eines Arztes palästinensischer Herkunft bemüht, die schließlich in ihre Heimat zurückkehren konnten.