25. Jul 2007 17:42
Die Familien der HIV-infizierten libyschen Kinder haben gegen die Begnadigung der bulgarischen Krankenschwestern protestiert. Sie warfen Bulgarien Mangel an Respekt vor.
Interpol solle die sechs Freigelassenen in Bulgarien wieder festnehmen, damit sie ihre Haftstrafen komplett abbüßen müssten. «Die Geringschätzung muslimischen Blutes durch den Westen ist eine unbestreitbare Tatsache», erklärte die Opfervereinigung. Der bulgarische Staatspräsident Georgi Parwanow hatte die fünf Krankenschwestern und den palästinensischen Mediziner am Dienstag nach ihrer Ankunft in Bulgarien sofort begnadigt.
Die ursprünglich zum Tode Verurteilten waren beschuldigt worden, mehr als 400 libysche Kinder vorsätzlich mit dem HI-Virus angesteckt zu haben. 50 davon sind an Aids gestorben. Die Angeklagten hatten erklärt, ihnen seien Geständnisse mit Folter abgepresst worden. Sie waren seit 1999 inhaftiert. (AP)