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Deutscher Journalist in Afghanistan vermisst

25. Jul 2007 09:25, ergänzt 12:24
Afghanische Polizisten bewachen die deutsche Botschaft in Kabul
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Die Regierung der ostafghanischen Provinz Kunar hat die Entführung eines Journalisten bestätigt. Es könnte sich um einen Mitarbeiter eines deutschen Magazins handeln.

Die Chefredaktion des Magazins «Stern» sorgt sich angesichts von Berichten über eine mögliche Entführung eines Journalisten im Osten Afghanistans um einen eigenen Reporter. Christoph Reuter sei derzeit in einem lange geplanten Urlaub in Afghanistan, teilte die Chefredaktion am Mittwoch in Hamburg mit.

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«Wir machen uns jetzt große Sorgen um Christoph Reuter und versuchen, mit ihm Kontakt aufzunehmen.» Reuter kenne das Land sehr gut, «weil er in den vergangenen Jahren immer wieder für den «Stern» dort gewesen ist und viele Reportagen gemacht hat».

Die Regierung der ostafghanischen Unruheprovinz Kunar bestätigte, dass ein deutscher Journalist entführt worden sei. Regierungssprecher Ahmad Mukhar Ajmal sagte der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch, der Deutsche sei gemeinsam mit zwei Afghanen verschleppt worden. Das hätten die Nachforschungen der fünfköpfigen Delegation, die in den Ort Sangar entsandt wurde, ergeben.

Auch der afghanische Geheimdienst bestätigte nach ARD-Informationen inzwischen den Entführungsfall. Der Journalist und sein Begleiter waren demnach auf einer Recherchereise im Osten Afghanistans unterwegs. Sie seien in der vergangenen Nacht aus einem Privathaus verschleppt worden, in dem sie hatten übernachten wollen.

Das Auswärtige Amt in Berlin prüft die Berichte über die Entführung derzeit. Man bemühe sich um rasche Aufklärung, sagte ein Sprecher.

In Afghanistan befindet sich gegenwärtig schon ein deutscher Ingenieur in der Gewalt von Entführern. Ein Weiterer war in der Geiselhaft gestorben. Sein Leichnam, der Schusswunden aufweist, wurde am Mittwoch in Deutschland zurück erwartet.

Eine Obduktion am Donnerstag in Köln soll die genaue Todesursache klären. Über das Befinden des zweiten Verschleppten machte das Auswärtige Amt keine Angaben. Man bemühe sich weiter intensiv um seine Freilassung; der Krisenstab stehe in engem Kontakt mit den afghanischen Behörden. (Reuters/dpa/AP)

 
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