Youtube mischt US-Demokraten auf
24.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Eröffnet wurde die Video-Befragung von einem jungen Mann, der wissen wollte: «In welchen Punkten werden Sie anders sein?»
«Eines der Dinge, die ich mitbringe, ist eine Perspektive», antwortete Senator Obama. «Washington muss sich verändern.» Senatorin Clinton verwies darauf, dass sie in ihrer langjährigen politischen Arbeit stets für Veränderungen gestanden habe. «Das Thema ist, wer uns von Tag eins an bereit sein wird», sagte sie.
Senator John Edwards präsentierte sich während der Debatte als Förderer der Frauen. Gouverneur Bill Richardson sprach sich für gleiche Rechte für Homosexuelle aus, während Senator Chris Dodd versprach «die Menschen zusammenzubringen».
Zuvor war jeder Kandidat aufgefordert worden, einen eigenen Videofilm zu produzieren. Edwards machte sich darüber lustig, wie viel Aufmerksamkeit seinen teuren Haarschnitten gewidmet wurde. Zur Musik des Musicals «Hair» waren zahlreiche Nahaufnahmen seiner Frisur zu sehen, danach folgten Bilder aus dem Irak. Zum Schluss wurde die Frage gezeigt «Was ist wirklich wichtig? Du entscheidest.» Clintons Video endete mit dem Satz «Manchmal ist der beste Mann für einen Job eine Frau».
Die Bewertung der von CNN als «historisch» bezeichneten Debatte fiel derweil unterschiedlich aus: Ein Wähler, der seine Frage per Videoclip eingeschickt hatte, befand: «Es war im Großen und Ganzen schon unterhaltsam. Aber war es auch informativer?».
Der frühere Präsidentenberater David Gergen sagte dagegen: «Klarer Gewinner (der Debatte) war das Format.» Da die Fragen schwer vorauszuberechnen gewesen seien, hätten sich die Kandidaten kaum vorbereiten können. (dpa/AP)

