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In Libyen inhaftierte Bulgarinnen sind frei

24. Jul 2007 07:06, ergänzt 10:17
Zurück aus Libyen: Krankenschwestern und Arzt in Sofia
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Die von Libyen ausgelieferten fünf bulgarischen Krankenschwestern und ein Arzt sind in Sofia eingetroffen. Sie landeten an Bord eines französischen Flugzeugs in der bulgarischen Hauptstadt.

Die fünf bulgarische Krankenschwestern und der palästinensische Arzt sind am Dienstag unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus Libyen am Flughafen von Sofia begnadigt worden. Der bulgarische Außenminister Iwajlo Kalfin verlas nach der Begrüßung einen entsprechenden Erlass von Staatspräsident Georgi Parwanow.

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Zuvor waren die Mediziner nach ihrer Rückkehr aus Libyen am Flughafen von Sofia begrüßt worden. Zum Flugzeug waren neben ihren Familienangehörigen auch der bulgarische Staatspräsident sowie Regierungsvertreter gekommen. Die Frauen wurden von ihren Verwandten umarmt und geküsst und erhielten Blumen.

Die Bulgarinnen sollen zunächst in der staatlichen Residenz Bojana bei Sofia untergebracht werden. Die Mediziner waren in einem Flugzeug des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy nach Sofia geflogen. Es wurde erwartet, dass der bulgarische Präsident Parwanow die Sechs noch im Laufe des Tages begnadigen wird.

An Bord der Maschine waren auch EU-Außenkommissarin Benita Ferrero-Waldner und die Frau des französischen Präsidenten, Cecilia Sarkozy, die sich für die Freilassung der Mediziner eingesetzt hatten.

Die Krankenhausmitarbeiter saßen mehr als acht Jahre in libyschen Gefängnissen ein. Sie waren zum Tode verurteilt worden, weil sie mehr als 400 libysche Kinder mit dem Aids-Erreger HIV infiziert haben sollen. Vergangene Woche wurden die Todesurteile in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Im Gegenzug waren mehrere hundert Million Euro an die Familien der Kinder geflossen. Die Mediziner haben stets ihre Unschuld beteuert.

Zuvor hatte das bulgarische Präsidialamt in einer Mitteilung verkündet, dass «der dramatische Fall mit den verurteilten Krankenschwestern» sich seinem Ende nähere. Der Sprecher des bulgarischen Außenministeriums, Dimitar Zantschew, kommentierte den Abflug des französischen Regierungsflugzeuges aus Tripolis mit den Worten: «Das ist eine gute Nachricht, die Bulgarien seit acht Jahren erwartet». (dpa/Reuters)

 
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