23. Jul 2007 07:30, ergänzt 09:57
Neue Chance für die in Libyen inhaftierten bulgarischen Krankenschwestern: Die EU-Außenkommissarin und die französische Präsidentengattin bemühen sich in Tripolis um ihre Ausreise.
Der Reise waren den Angaben zufolge mehrere Kontakte zwischen Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Nicolas Sarkozy vorangegangen. «Die Europäische Kommission hofft, dass diese schmerzliche und seit langem andauernde Situation in einem humanitären Geist gelöst werden kann», heißt es in der Mitteilung der Brüsseler Behörde abschließend. Nach Angaben von «Le Point» vom Sonntagabend könnten die Krankenschwestern möglicherweise bereits in wenigen Stunden in ihre Heimat zurückkehren. Cécilia Sarkozy sei zusammen mit dem Generalsekretär des Élyséepalastes, Claude Guéant, von Gaddafi empfangen worden.
Den Inhaftierten war vorgeworfen worden, 400 libysche Kinder in einer Klinik vorsätzlich mit Aids-Viren infiziert zu haben. Die Todesstrafe war in lebenslange Haftstrafen umgewandelt worden. Außerdem erhielten die Opfer eine Millionen-Entschädigung. Cécilia Sarkozy und Guéant sollten die Krankenschwestern an Bord der französischen Präsidentenmaschine nach Sofia begleiten, berichtete das Blatt. Eine erste Tripolis-Reise von Cécilia Sarkozy hatte zu Verärgerung in der EU geführt, die sich seit langem um die Freilassung der Krankenschwestern bemüht. (dpa)