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Bulgarien will Krankenschwestern freilassen

18. Jul 2007 18:19
Eine der Frauen - Cristiana Valchewa.
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Die bulgarische Regierung bemüht sich um eine Auslieferung ihrer in Libyen inhaftierten Krankenschwestern. Sofia traut sich aber kaum, laut auszusprechen, was dann mit ihnen passieren soll.

Die in Libyen zu lebenslangen Haftstrafen verurteilten bulgarischen Krankenschwestern könnten nach einer Rückkehr in die Heimat dort bald frei kommen. Außenminister Iwailo Kalfin schloss eine Begnadigung der Verurteilten in Bulgarien nicht aus. «Alle juristischen Optionen sind möglich.» Es sei zwar «nicht seriös», von einer Begnadigung schon im Flugzeug zu sprechen, das Rechtsabkommen mit Libyen schließe eine Begnadigung durch den bulgarischen Staatspräsidenten aber nicht aus.

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«Für uns ist der Fall erst abgeschlossen, wenn die Krankenschwestern wieder auf bulgarischem Boden sind», sagte Ministerpräsident Sergej Stanischew in Sofia. Noch am Mittwoch werde ein offizieller Antrag auf die Überstellung an Tripolis gestellt, teilte Generalstaatsanwalt Boris Weltschew mit.

Präsident Georgi Parwanow warnte unterdessen davor, zu diesem Zeitpunkt über eine Begnadigung der Verurteilten zu reden. Die Todesstrafen der Bulgarinnen und eines palästinensischen Arztes, der inzwischen die bulgarische Staatsbürgerschaft angenommen hat, waren am Vorabend in lebenslange Haft umgewandelt worden.

Experten traten Anklage entgegen

Der oberste libysche Richterrat hatte die Todesurteile am Dienstagabend in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Den Inhaftierten wird vorgeworfen, in einem Krankenhaus des nordafrikanischen Landes mehr als 400 Kinder vorsätzlich mit dem Aids-Erreger infiziert zu haben, deswegen sitzen sie seit 1999 im Gefängnis. Sie haben dies zurückgewiesen und die HIV-Erkrankungen auf die unzureichenden hygienischen Zustände in der Klinik zurückgeführt. Rund 50 der betroffenen Kinder sind bereits gestorben.

Vor der Rücknahme der Todesurteile hatten die Familien der betroffenen Kinder eine Entschädigung erhalten. Laut Angaben der Anwälte wurde für jedes infizierte Kind eine Million Dollar (rund 725.000 Euro) gezahlt. (dpa/AP)

 
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