18. Jul 2007 18:19
Die bulgarische Regierung bemüht sich um eine Auslieferung ihrer in Libyen inhaftierten Krankenschwestern. Sofia traut sich aber kaum, laut auszusprechen, was dann mit ihnen passieren soll.
«Für uns ist der Fall erst abgeschlossen, wenn die Krankenschwestern wieder auf bulgarischem Boden sind», sagte Ministerpräsident Sergej Stanischew in Sofia. Noch am Mittwoch werde ein offizieller Antrag auf die Überstellung an Tripolis gestellt, teilte Generalstaatsanwalt Boris Weltschew mit. Präsident Georgi Parwanow warnte unterdessen davor, zu diesem Zeitpunkt über eine Begnadigung der Verurteilten zu reden. Die Todesstrafen der Bulgarinnen und eines palästinensischen Arztes, der inzwischen die bulgarische Staatsbürgerschaft angenommen hat, waren am Vorabend in lebenslange Haft umgewandelt worden.