netzeitung.deMillionen-Vermögen für britische Konservative

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Die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Margaret Thatcher könne die Welt vor «satanischen Monstern» retten. Deshalb bedachte ein Geschäftsmann die britischen Konservativen großzügig in seinem Testament - sehr zum Ärger der Familie.

Aus Bewunderung für die ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher hat ein Geschäftsmann sein gesamtes Vermögen von acht Millionen Pfund (zwölf Millionen Euro) der Konservativen Partei vermacht. Das passte allerdings seiner Familie gar nicht, die am Mittwoch vor einem Gericht in London gegen das Testament klagte. Sie führt an, Branislav Kostic sei geistig verwirrt gewesen, als er die Torys zu seinen Erben gemacht habe.

Der in Belgrad geborene Kostic, der sein Vermögen mit pharmazeutischen Produkten und Edelmetallen machte, starb im Oktober 2005 im Alter von 80 Jahren. Die Anwälte seiner Familie führten am ersten Tag der Anhörung vor Gericht an, das Vermögen solle an Kostics Sohn Zoran gehen, wie es auch in einem Testament von 1974 bestimmt worden sei. Kostic sei verrückt gewesen, als er in einem späteren Testament sein Geld den Konservativen hinterließ.

Zoran Kostics Anwältin Clare Montgomery, sagte dem Gericht, der Vater ihres Mandanten sei von Verschwörungstheorien besessen gewesen. Er habe an dunkle Mächte und Mordkomplotte gegen ihn geglaubt. Branislav Kostic habe Thatcher als größte Führungsfigur der freien Welt in der Geschichte beschrieben und geglaubt, sie könne die Welt von «satanischen Monstern und Freaks» retten.

Seine Ehefrau, seine Mutter und seine Schwester habe er für Mitglieder einer «teuflischen Organisation» gehalten. Der Anwalt der Konservativen Partei erklärte dagegen, Kostics Verwirrung habe ihn nicht unfähig gemacht, ein Testament aufzusetzen. Er habe aus großer Bewunderung für die Partei und Thatcher gehandelt. (AP)