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Ground-Zero-Arbeiter klagen auf Entschädigung

18. Jul 2007 14:31
Die Baustelle am Ground Zero in Manhattan
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Tausende Helfer, die auf Ground Zero aufgeräumt haben, sind erkrankt. Vor Gericht wollen sie nun Entschädigungen aus einem Milliarden-Fonds erstreiten.

Arbeiter, die nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 bei den Aufräumarbeiten am Ground Zero in New York krank geworden sind, klagen auf Entschädigung aus einem milliardenschweren Versicherungsfonds. Sie werfen der von Bürgermeister Michael Bloomberg kontrollierten Fondsverwaltung vor, ihnen die Gelder vorenthalten und für andere Zwecke ausgegeben zu haben, wie die «New York Post» berichtete.

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Die Klage wurde am Dienstag (Ortszeit) beim höchsten Landesgericht in New York eingereicht. Bloomberg wies die Ansprüche zurück. Das Geld sei nicht für eine allgemeine Entschädigung der Opfer vorgesehen, sondern nur für Ansprüche, die sich aus einem Rechtsstreit ergeben.

Der Fonds, zwei Jahre nach der Terrorattacke auf das World Trade Center eingerichtet, ist mit einer Milliarde Dollar aus dem Bundeshaushalt ausgestattet. Bisher seien fast 74 Millionen Dollar für Verwaltungs- und Prozesskosten ausgegeben worden, aber nur 45.000 Dollar für einen Arbeiter, der von einer Leiter gefallen sei, kritisieren die Kläger.

Helfer atmeten Asbest-Staub ein

Der Rechtsstreit wird stellvertretend für drei erkrankte Helfer von einer Anwaltskanzlei geführt. Sie vertritt nach eigenen Angaben mehr als 9000 Helfer, die nach den Aufräumarbeiten erkrankt sind. Rechtsanwalt David Worby sagte dem Bericht zufolge, der Kongress habe Bürgermeister Bloomberg eine Milliarde Dollar gegeben, um seine eigenen Fehler und die seines Vorgängers Rudy Giuliani wieder gutzumachen. «Jetzt weigert er sich, den Fonds für seinen eigentlichen Zweck zu benutzen - den kranken und sterbenden Helden vom 11. September zu helfen.»

Viele Hilfskräfte waren bei den Aufräumarbeiten wochenlang dem giftigen, asbesthaltigen Staub der zerstörten Zwillingstürme ausgesetzt. Eine Untersuchung von rund 20.000 Ground-Zero-Arbeitern hatte im vergangenen Jahr ergeben, dass mehr als zwei Drittel noch Jahre nach dem Einsatz an Atemproblemen litten. Mehr als 50 Helfer sind an den Folgen der toxischen Dämpfe gestorben. (dpa)

 
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