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Lebenslange Haftstrafen im libyschen Aidsskandal

17. Jul 2007 19:44, ergänzt 20:32
Die Krankenschwestern und der Arzt im Gerichtssaal.
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Die fünf in Libyen inhaftierten Krankenschwestern werden nicht hingerichtet. Nachdem die Familien der aidskranken Kinder von der Todesstrafe Abstand nahmen, änderte das Gericht sein Urteil.

Der Oberste Justizrat in Libyen hat am Dienstag das Todesurteil gegen fünf bulgarische Krankenschwestern und einen Arzt aufgehoben, wie ein ranghoher libyscher Regierungsbeamter mitteilte. Die Urteile seien in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt worden, hieß es. Den seit 1999 inhaftierten Medizinern wird vorgeworfen, in einem Krankenhaus in Bengasi mehr als 400 Kinder vorsätzlich mit dem Aids-Erreger infiziert zu haben.

Kurz vor dem Richterspruch hatten die Familien der Kinder auf die Hinrichtung verzichtet und das letzte Hindernis für eine Begnadigung beseitigt. Der Anwalt der Angeklagten, Osman Bisanti, hatte die «Vereinbarung und Übereinkunft» bestätigt.

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Der oberste Richterrat beriet auf Grund dieser Entwicklung über den Fall der Schwestern und des Arztes.

Die betroffenen Familien aus der Hafenstadt Bengasi hatten am Dienstag finanzielle Entschädigungen im Wert von einer Million US- Dollar (728.000 Euro) für jedes an Aids erkrankte Kind erhalten. Auch die Eltern von 56 an den Folgen von Aids gestorbenen Kindern hatten Anspruch auf Abfindung sowie 20 Mütter, die sich beim Stillen ihrer mit dem HI-Virus infizierten Babys ebenfalls angesteckt hatten. Insgesamt wurden in 458 Fällen Entschädigungszahlungen geleistet - an Eltern von gestorbenen beziehungsweise erkrankten Kindern sowie die infizierten Mütter. (dpa/AP)

 
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