17. Jul 2007 18:41
Dass ein Großteil der Familien der mit Aids infizierten Kinder eine Entschädigung angenomen hat, lässt die fünf in Libyen inhaftierten Schwestern hoffen. Noch sind sie aber zum Tode verurteilt.
Auf dieser Grundlage könne der oberste Richterrat Libyens, über eine Begnadigung der seit mehr als acht Jahren im Gefängnis sitzenden Bulgarinnen und des palästinensischstämmigen Arztes entscheiden, hieß es. Den Verurteilten war vorgeworfen worden, die libyschen Kinder in einem Krankenhaus in der Hafenstadt Bengasi absichtlich mit dem HI-Virus infiziert zu haben, was westliche Aids- Experten mehrfach zurückgewiesen hatten. Zunächst war erwartet worden, dass der oberste Richterrat Libyens bereits am Montag über den Fall entscheidet. Der Termin war verschoben worden. Nach Angaben des bulgarischen Rundfunks deutete dies, auf Meinungsverschiedenheiten zwischen den Familien der erkrankten Kinder und der in dem Fall vermittelnden Gaddafi-Stiftung hin. Diese hatten sich am Wochenende außergerichtlich auf Ausgleichszahlungen geeinigt und so den Weg für eine Begnadigung geöffnet. (dpa)