09. Jul 2007 15:24
Am 21. Juli 2005 waren in London nur durch einen glücklichen Zufall mehrere Sprengsätze in U-Bahnen nicht explodiert. Jetzt wurden drei Angeklagte wegen der Taten verurteilt.
Am 21. Juli 2005 waren am Nachmittag die Londoner U-Bahnstationen Warren Street, Oval und Shepherd's Bush gesperrt worden, als dort Sprengsätze detonierten. Zugleich gab es in einem Bus der Linie 26 in Ost-London eine Explosion. Später stellte sich heraus, dass bei allen Sprengsätzen nicht der Sprengstoff selbst, sondern nur die Zünder explodierten. Verletzt wurde niemand.Alle sechs Männer im Alter von 24 bis 33 Jahren wurden kurz nach der Tat gefasst. Sie hatten ihre Schuld abgestritten: Die Bomben seien Attrappen und als Protest gegen den Irakkrieg gedacht gewesen. Genau zwei Wochen vorher hatten vier Selbstmordattentäter mit ähnlichen Attentaten 52 Menschen mit sich in den Tod gerissen.
Der Prozess hatte vor rund sechs Monaten unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen vor dem Geschworenengericht begonnen. Die Staatsanwaltschaft hatte betont, die Täter seien keine «hastigen Nachahmer» gewesen, sondern hätten ihre Tat schon lange vor dem 7. Juli geplant. Nach den Ermittlungen sollten die Attacken mit sechs selbst zusammengebauten Bomben verübt werden, um zwei Wochen nach dem ersten Blutbad erneut «maximalen Schaden» anzurichten. Die Angeklagten stammen alle aus afrikanischen Einwandererfamilien, lebten aber schon lange in Großbritannien. (nz/AP/dpa)