07. Jul 2007 13:56
Unter dem Eindruck der vereitelten Anschläge von Glasgow hat Großbritannien an die Bombenexplosionen vor zwei Jahren erinnert. Premierminister Brown legte am U-Bahnhof King's Cross Kränze nieder.
Bei den Anschlägen vor zwei Jahren rissen die Rucksackbomber 52 Menschen in den Tod, mehr als 700 wurden verletzt. Die radikal-islamischen Attentäter zündeten ihre Bomben in drei U-Bahnzügen und einem Bus. Die meisten Menschen starben bei der Explosion zwischen den Bahnhöfen King's Cross und Russell Square. Das Gedenken findet eine Woche nach den beiden Autobombenfunden in London und dem Anschlag auf den Flughafen Glasgow statt. Der erste der acht Festgenommenen, der Iraker Bilal Abdullah, wurde inzwischen angeklagt und am Samstag einem Richter vorgeführt.
Bei den Kranzniederlegungen weinten viele der Beteiligten, andere brachen in den Armen ihrer Angehörigen zusammen. Überschattet wurde das Gedenken von Berichten, dass zahlreiche Überlebende immer noch auf Entschädigung warten.
Auf Wunsch der Familien gab es am Samstag keine Schweigeminute und keine große öffentliche Veranstaltung. George Roskilly, der die Explosion in Russell Square überlebte, sagte: «Das ist etwas, das uns für den Rest unseres Lebens begleiten wird.» Im Hyde Park im Zentrum der Stadt soll eine Gedenkstätte für die Opfer der Anschläge entstehen.
Das Gedenken wurde von massiven Sicherheitsvorkehrungen in der britischen Hauptstadt begleitet. In London finden an diesem Wochenende zahlreiche Großveranstaltungen statt, darunter das Live-Earth-Konzert, das Tennisturnier Wimbledon und die Tour de France. (dpa)