Britische Muslime verurteilen Anschläge
06.07.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Unter der Überschrift «Muslims United» (vereinte Muslime) soll klar gemacht werden, dass zwischen den kriminellen Angriffen und den Lehren des Islams kein Zusammenhang bestehe und dass die Gesellschaft zusammenstehen solle. Die Anzeigen werden von den großen muslimischen Organisationen Großbritanniens und Einzelpersonen unterstützt.
«Wir stehen in diesen schweren Zeiten zusammen mit dem Rest unseres Landes und sind entschlossen, gemeinsam zu verhindern, dass solche Anschläge passieren, die auf Bürger, Eigentum und unser Land zielen», heißt es in der Anzeige. Außerdem wird die Regierung aufgefordert, sich für einen «gerechten und anhaltenden Frieden in den Krisenregionen der Welt» einzusetzen.
«Es ist schrecklich, dass in manchen Köpfen eine Verbindung zwischen dem Islam und Terrorismus gezogen wird, obwohl muslimische Gemeinden in Großbritannien und in aller Welt die Anschläge vom 11. September und vom 7. Juli verurteilt haben.» Man müsse trennen zwischen der «überwältigenden Mehrheit der Muslime, die gesetzestreue Bürger sind, und ein paar Kriminellen, die dem Land schaden und Terror bringen wollen», so Khreegi weiter.
«Wir bitten die Medien und alle Politiker, an den Werten unserer offenen Gesellschaft festzuhalten, frei von Vorurteilen und Diskriminierung, getragen von Toleranz und Respekt voreinander», so der Aufruf.
Eine ähnliche Kampagne war auch im Juli 2005 nach den Anschlägen auf die U-Bahn in London geschaltet worden, bei denen 52 Menschen getötet wurden. Die aktuellen Anzeigen sollen demnächst auch auf Plakaten in Bussen und der U-Bahn zu sehen sein. (nz)

