Einer der Verdächtigen, der als Arzt Khalid A. identifiziert wurde, wird derzeit wegen schwerer Verbrennungen in einer Klinik behandelt. Der Andere heißt Bilal A. und ist ebenfalls Arzt. Der 27-Jährige ist in Polizeigewahrsam zusammen mit sechs weiteren Verdächtigen.Derweil hat Großbritannien seine Terrorwarnung von der höchsten auf die zweithöchste Stufe gesenkt. Es gebe keine geheimdienstlichen Erkenntnisse mehr, wonach «ein terroristischer Angriff unmittelbar bevorstehen» könnte, erklärte Innenministerin Jacqui Smith am Mittwoch. Die britische Regierung hatte die Warnstufe nach den Bombenfunden in London und dem Anschlag in Glasgow am Samstag auf die höchste Stufe («kritisch») angehoben.
Das gemeinsame Anti-Terror-Zentrum der Sicherheitsorgane (JTAC) kam nach einer Beratung zu dem Ergebnis, dass die seit August 2006 geltende zweithöchste Stufe «ernst» ausreichend sei. «Die Senkung der Terrorwarnstufe bedeutet allerdings nicht, dass die allgemeine Gefahr verschwunden ist - es gibt weiterhin eine ernste und reale Bedrohung des Vereinigten Königreichs und ich fordere die Öffentlichkeit erneut zur Wachsamkeit auf», sagte Innenministerin Smith.
Mindestens vier der acht festgenommenen Terrorverdächtigen sollen zuvor dem britischen Inlandsgeheimdienst MI5 bekannt gewesen sein. Sie seien bei früheren verdeckten Ermittlungen gegen mutmaßliche Terroristen aufgefallen. In einem von der Polizei nicht bestätigten Bericht der Zeitung «Daily Mail» hieß es weiter, den britischen Ermittlern lägen Erkenntnisse aus den USA vor, wonach einige der Attentatsplaner vor zwei Jahren von dem damaligen stellvertretenden Al Qaeda-Führer Abu Mussab al-Sarkawi rekrutiert worden seien.
Ein führendes Mitglied der Al Qaeda soll einem anderen Zeitungsbericht zufolge schon fast drei Monate vor den versuchten Terrorattacken in London und Glasgow mit bevorstehenden Anschlägen in Großbritannien geprahlt haben. Der Mann habe einem im Irak tätigen britischen Geistlichen bei einem Treffen in Jordanien gesagt, «die, die euch heilen, werden euch töten», berichtete die «Times». Der anglikanische Geistliche Andrew White habe dies an das britische Außenministerium weitergegeben. (nz/dpa)