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Brief eines Attentäters von Glasgow gefunden

04. Jul 2007 20:24
Anschlag in Glasgow
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Ein Brief ist aufgetaucht, laut dem die Attentäter von Glasgow nicht davon ausgingen, ihren Anschlag zu überleben. Derweil hat London die Sicherheitsstufe gesenkt.

Die britische Polizei hat angeblich einen Brief gefunden, den einer der Attentäter von Glasgow hinterlassen haben soll. Der lasse vermuten, dass sein Schreiber davon ausging, bei dem Anschlag mit einem mit Explosiva beladenen Fahrzeug zu sterben. Das berichtet der US-Sender CNN.

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Die Polizei gehe außerdem davon aus, dass der Mann auch hinter den versuchten Anschlägen in London stecke. Der Verdächtige habe zwei mit Sprengstoff präparierte Autos in der Londoner Innenstadt abgestellt und sei dann in Richtung Schottland aufgebrochen, heißt es weiter.

Es sei nicht bekannt, wo der Brief gefunden wurde, doch dessen Sprache lasse klar auf eine Selbstmordabsicht schließen, so der Bericht. Der Mann habe vor gehabt, noch im Auto zu sitzen, wenn die Sprengladung in dem Wagen, der am vergangenen Samstag in den Glasgower Flughafen fuhr, explodiert.

Es sei allerdings nicht sicher, ob der Anschlag in Schottland ebenso lange geplant wurde wie die Autobomben in London, die 14 Stunden vorher entdeckt worden waren.

Acht Verdächtige in Gewahrsam

Einer der Verdächtigen, der als Arzt Khalid A. identifiziert wurde, wird derzeit wegen schwerer Verbrennungen in einer Klinik behandelt. Der Andere heißt Bilal A. und ist ebenfalls Arzt. Der 27-Jährige ist in Polizeigewahrsam zusammen mit sechs weiteren Verdächtigen.

Derweil hat Großbritannien seine Terrorwarnung von der höchsten auf die zweithöchste Stufe gesenkt. Es gebe keine geheimdienstlichen Erkenntnisse mehr, wonach «ein terroristischer Angriff unmittelbar bevorstehen» könnte, erklärte Innenministerin Jacqui Smith am Mittwoch. Die britische Regierung hatte die Warnstufe nach den Bombenfunden in London und dem Anschlag in Glasgow am Samstag auf die höchste Stufe («kritisch») angehoben.

Das gemeinsame Anti-Terror-Zentrum der Sicherheitsorgane (JTAC) kam nach einer Beratung zu dem Ergebnis, dass die seit August 2006 geltende zweithöchste Stufe «ernst» ausreichend sei. «Die Senkung der Terrorwarnstufe bedeutet allerdings nicht, dass die allgemeine Gefahr verschwunden ist - es gibt weiterhin eine ernste und reale Bedrohung des Vereinigten Königreichs und ich fordere die Öffentlichkeit erneut zur Wachsamkeit auf», sagte Innenministerin Smith.

Mindestens vier der acht festgenommenen Terrorverdächtigen sollen zuvor dem britischen Inlandsgeheimdienst MI5 bekannt gewesen sein. Sie seien bei früheren verdeckten Ermittlungen gegen mutmaßliche Terroristen aufgefallen. In einem von der Polizei nicht bestätigten Bericht der Zeitung «Daily Mail» hieß es weiter, den britischen Ermittlern lägen Erkenntnisse aus den USA vor, wonach einige der Attentatsplaner vor zwei Jahren von dem damaligen stellvertretenden Al Qaeda-Führer Abu Mussab al-Sarkawi rekrutiert worden seien.

Ein führendes Mitglied der Al Qaeda soll einem anderen Zeitungsbericht zufolge schon fast drei Monate vor den versuchten Terrorattacken in London und Glasgow mit bevorstehenden Anschlägen in Großbritannien geprahlt haben. Der Mann habe einem im Irak tätigen britischen Geistlichen bei einem Treffen in Jordanien gesagt, «die, die euch heilen, werden euch töten», berichtete die «Times». Der anglikanische Geistliche Andrew White habe dies an das britische Außenministerium weitergegeben. (nz/dpa)

 
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