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Madame Sarkozy speiste auf Staatskosten

04. Jul 2007 14:47
Staatschef Sarkozy und seine Ehefrau Cécilia beim G8-Gipfel in Heiligendamm
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Mit der Kreditkarte des Elysée-Palasts bezahlte Cécilia Sarkozy gleich zwei Mal ihr Mittagessen. Die Opposition ist empört, Premier Fillon wiegelt ab.

Die französische First Lady Cécilia Sarkozy hat mit der Verwendung einer Élysée-Kreditkarte für Empörung gesorgt. Sie zahlte mit der Karte - mit Zugriff auf das Konto des Finanzministeriums - zwei Mittagessen im Wert von 129 und 272 Euro, wie eine satirische Zeitung enthüllte.

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Weil die Opposition daraufhin eine Parlamentsanfrage stellte, sah sich Premierminister François Fillon am Mittwoch zu einer Klarstellung genötigt. «Niemand im Präsidentschaftspalast verwendet Kreditkarten für persönliche Bedürfnisse», sagte er dem Fernsehsender RMC-BFM. Er beklagte eine «kleinliche Debatte».

Um die erhitzten Gemüter zu beruhigen, gab die Frau von Staatspräsident Nicolas Sarkozy das vermeintliche Corpus Delicti inzwischen zurück. Die Zeitung «Le Canard enchaîné» hatte die Affäre ins Rollen gebracht: Am 27. Juni berichtete das Blatt, Madame Sarkozy besitze eine Kreditkarte des Élysée-Palastes. Das Präsidentenbüro bestätigte, Cécilia Sarkozy habe damit zwei Mittagessen bezahlt.

In seiner Anfrage stellte der sozialistische Abgeordnete René Dosière fest, es sei «einmalig in der Geschichte der Französischen Republik, dass eine First Lady auf Staatskosten einkaufen gehen kann». Er wollte von Premier Fillon wissen, mit welchem Recht Cécilia Sarkozy als Privatperson über öffentliche Gelder verfüge. Für solche Ausgaben gebe es keinerlei Kontrolle.

Fillon versprach am Mittwoch, alle Fragen detailliert zu beantworten. Die Kabinettsleiterin Sarkozys, Emmanuelle Matignon, versuchte in der Zeitung «Le Monde» die Verantwortung für die Affäre zu übernehmen. «Ich war es, die Cécilia Sarkozy die Karte vorgeschlagen hat», sagte sie dem Blatt. Sie habe diese für ein modernes und angemessenes Mittel gehalten, um Geschenke für die Partner von Staatsgästen, Blumengebinde und andere Repräsentationskosten zu bezahlen. (AP)

 
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