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Festnahme wegen Terrorverdacht in Australien

02. Jul 2007 22:42, ergänzt 03. Jul 2007 07:21
Glasgows Flughafen nach dem Anschlagsversuch
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Nach den Anschlagsversuchen in Großbritannien hat die Polizei nun auch im Ausland einen Verdächtigen festgenommen. Es soll sich um einen Inder handeln.

Nach den fehlgeschlagenen Terroranschlägen in London und Glasgow haben Ermittler einen Arzt in Australien festgenommen. Der 27-Jährige sei am Montagabend am Flughafen Brisbane mit einem Hinflugschein nach Indien gestoppt worden, berichtete die Polizei.

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Nach Informationen der australischen Zeitung «Courier and Mail» handelt es sich um einem indischen Staatsbürger. Der Mann sei über eine Zeitungsanzeige aus Liverpool in England für seinen Job in Australien angeworben worden und habe seit zehn Monaten im Gold- Coast-Krankenhaus in Brisbane gearbeitet.

Ein zweiter ausländischer Arzt werde verhört, sagte der Regierungschef des Bundesstaates Queensland, Peter Beattie. Es sei aber unklar, ob die Befragung ebenfalls mit den fehlgeschlagenen Anschlägen in Großbritannien zusammenhänge. Auch der zweite Mann soll zeitweise in Liverpool gelebt haben. In Großbritannien waren im Rahmen der Ermittlungen bereits sieben Männer festgenommen worden, darunter zwei Ärzte aus Jordanien und dem Irak.

Die australische Polizei nahm den Arzt nach einem Hinweis aus Großbritannien fest. Er sei in Australien bislang nicht als Terrorverdächtiger aufgefallen, sagte Polizeichef Mick Keelty. Bei der Durchsuchung sei «Material» sichergestellt worden, hieß es, aber kein Sprengstoff.

Terrorstufe «kritisch»

Derweil wurde der Flughafen Stansted im Norden von London nach einer zeitweiligen Schließung wegen eines «verdächtigen» Gepäckstücks am Montagabend wieder voll in Betrieb genommen. Weite Teile des Terminals waren geschlossen worden, während Experten die Tasche untersuchten. Sie sei kurz nach 19 Uhr am Eingang entdeckt worden, teilte die Polizei mit.

Der Verdächtige wurde wenig später festgenommen, als er zu der Tasche zurückkehrte. Ob der Zwischenfall in Zusammenhang mit den verhinderten Anschlägen von London und Glasgow steht, war zunächst nicht klar.

Alle britischen Flughäfen waren zuvor nach einer weiteren Sitzung des Notfallkabinetts Cobra erneut zu strengen Sicherheitsvorkehrungen aufgerufen worden. Fahrzeuge dürfen nicht mehr in die Nähe der Terminalgebäude kommen.

In Großbritannien war am Samstag die höchste Terrorwarnstufe «kritisch» ausgerufen worden. Zuvor waren in London zwei Autobomben entschärft worden. Am Flughafen Glasgow rasten am Samstag zwei Männer mit einem brennenden Geländewagen, in dem sich ein Sprengsatz befand gegen den Eingang der Abfertigungshalle. (dpa/AP)

 
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