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US-Militär: Iran rüstet irakische Milizen auf

02. Jul 2007 20:26
Irakische 'Satelliten' sollen für zahlreiche Anschläge verantwortlich sein.
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Das US-Militär hat schwere Vorwürfe gegen Irans Revolutionsgarden erhoben: Die statten angeblich irakische Extremisten mit Waffen und Geld aus und trainieren sie.

Das US-Militär im Irak hat den Iran in einem detaillierten Bericht beschuldigt, extremistische irakische Milizionäre auszubilden und mit modernen Waffen auszustatten. Die iranische Al-Kuds-Einheit, eine Elitetruppe der Revolutionsgarden, bilde jeweils 20 bis 60 Iraker im Iran aus und schicke sie als militärische «Sondergruppen» zurück in ihre Heimat, sagte der US-Militärsprecher General Kevin Bergner am Montag auf einer Pressekonferenz in Bagdad. «Die obere Führungsebene im Iran hat von all diesen Aktivitäten Kenntnis», fügte er hinzu. Der Sprecher des Teheraner Außenministerium nannte die Vorwürfe «lächerlich» und durch nichts zu beweisen.

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Die Iraner schulten die schiitischen Milizionäre im Umgang mit Minen von hoher Sprengkraft, Mörsern und Scharfschützengewehren und trainierten mit ihnen nachrichtendienstliche Operationen und Entführungen, sagte Bergner. Die Al-Kuds-Einheit statte ihre irakischen «Satelliten» außerdem mit Waffen und Geld aus. Die radikal-schiitischen Milizen sind nach US-Ansicht für schwere, zum Teil opferreiche Bombenanschläge auf das US-Militär sowie für zahlreiche Bluttaten in den inner-irakischen konfessionellen Konflikten verantwortlich.

Wie Bergner weiter ausführte, nahm das US-Militär im Südirak einen hochrangigen Bombenexperten der pro-iranischen Hisbollah-Miliz im Libanon fest. Ali Mussa Dakduk soll damit beauftragt gewesen sein, die irakisch-schiitischen «Sondergruppen» nach dem Vorbild der libanesischen Hisbollah-Guerilla zu organisieren.

Das US-Militär im Irak verlor indes bei drei separaten Zwischenfällen am Sonntag fünf Soldaten. Allein drei GIs wurden bei einem Kampfeinsatz in der westlichen Provinz Anbar getötet. Zwei Soldaten seien bei Feuergefechten in Bagdad ums Leben gekommen, teilte das US-Militärkommando in der irakischen Hauptstadt mit.

Nach Angaben irakischer Ministerien ging im Juni die Zahl der Zivilisten, die in Bagdad durch Gewalt ums Leben gekommen sind, im Vergleich zum Vormonat um rund 36 Prozent zurück. Wie irakische Zeitungen am Montag berichteten, starben im Juni 1227 Zivilisten durch Gewalteinwirkung, während diese Zahl im Mai noch 1944 betragen hatte. Die Zahl der zivilen Toten im Juni ist die niedrigste Monatszahl, seitdem das US-Militär seine Präsenz in Bagdad Mitte Februar dieses Jahres um fast 30.000 Mann aufgestockt hat. (dpa)

 
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