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Ahmadinedschad wirbt für Benzin-Rationierung

01. Jul 2007 15:03
Ahmadinedschad
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Nach wütenden Protesten hat der iranische Präsident Ahmadinedschad bei den Iranern um Verständnis für die umstrittene Benzinrationierung geworben. Das geschehe nur zum Wohle des Volkes.

Nach wütenden Protesten hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad bei den Iranern um Verständnis für die umstrittene Benzinrationierung geworben. «Ich weiß um die Probleme, die die Regierungsentscheidung den Menschen bereitet und entschuldige mich bei allen», sagte Ahmadinedschad am Sonntag im staatlichen Fernsehen. «Wir wollen nur den Benzinimport zum Wohle des Volkes reduzieren und die zusätzlichen Mittel in andere Entwicklungsvorhaben stecken». Ziel sei es, den täglichen Benzinverbrauch von 80 Millionen auf 60 Millionen Liter zu senken.

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Zuvor hatte sich auch der oberste Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, hinter die umstrittene Entscheidung gestellt. Auch er erklärte, die Mehreinnahmen im Haushalt könnten in Entwicklungsvorhaben fließen. Er forderte die Regierung am Samstag auf, die Öffentlichkeit künftig angemessener zu informieren, und verlangte Ausnahmen für Autofahrer, die berufsbedingt monatlich mehr als die festgelegte Menge brauchten.

Die Regierung hat den Verkauf von subventioniertem Benzin zu umgerecht acht Euro-Cent pro Liter Normal und elf Cent pro Liter Super für Privatwagen auf je 100 Liter beschränkt. Regierungsfahrzeuge können bis zu 300, Taxis bis zu 800 Liter Benzin pro Monat zu dem günstigen Preis tanken. Hintergrund der Maßnahme ist, dass der Iran - obwohl weltweit viertgrößter Ölexporteur - wegen fehlender Raffinerien 40 Prozent seines Benzins importieren muss.

Die Benzinrationierung gilt seit vergangenem Mittwoch. Die Einführung hat teils gewaltsame Proteste ausgelöst, nach Ansicht von Beobachtern die Popularität Ahmadinedschads im Vorfeld der Parlamentswahlen im nächsten März angekratzt und könnte sogar seine Chancen auf eine Wiederwahl 2009 beeinflussen. (dpa)

 
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