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Brennendes Auto rast in Glasgower Flughafen

30. Jun 2007 18:36
Terroralarm in Großbritannien
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Nach den vereitelten Autobombenanschlägen in London ist am Samstag ein Fahrzeug am Terminaleingang des Flughafen Glasgows explodiert. Großbritannien verschärfte seinen Terroralarm auf die höchste Warnstufe.

Einen Tag nach dem Fund zweier Autobomben in London sind am Samstag zwei Männer in einem brennenden Geländewagen in ein Terminal am Flughafen von Glasgow gerast. Der Wagen wurde von Pollern gestoppt und explodierte, wie Augenzeugen berichteten. Die Polizei nahm die beiden Männer fest. Der Vorfall werde als potenzieller Terroranschlag gewertet, teilte die Polizei am Abend mit. Es werde eine Verbindung zu den Bombenfunden in London vermutet.

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Großbritannien verschärfte seinen Terroralarm auf die höchste Warnstufe. Die Terrorgefahr wurde am Samstag als «kritisch» eingestuft, was auf unmittelbar drohende Anschläge hindeutet. Premierminister Gordon Brown, der das Amt erst vor wenigen Tagen übernahm, sprach von einem angemessenen Schritt. Innenministerin Jacqui Smith erklärte, sie habe als Reaktion auf die Vorfälle in London und Glasgow verstärkte Sicherheitsmaßnahmen angeordnet. Augenzeugen am Flughafen von Glasgow berichteten von zwei asiatisch aussehenden Männern.

Das Fahrzeug krachte den Berichten zufolge in die Glastüren am Eingang und explodierte. «Wäre er (der Fahrer) durchgekommen, hätte er Hunderte getötet», sagte ein Reisender. Eine Augenzeugin berichtete, einer der Männer habe zuvor eine Flüssigkeit aus einem Benzinkanister unter dem Auto verteilt und es in Brand gesteckt. Hunderte Passagiere flohen schreiend aus der Halle.

Einer der beiden Angreifer wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Er sei in kritischem Zustand, sagte Polizeichef Willie Rae auf einer Pressekonferenz. Bei einem der beiden Verdächtigen wurde nach Polizeiangaben ein verdächtiger Gegenstand gefunden. Ein Sprecher des Flughafenbetreibers sagte der britischen Inlandsnachrichtenagentur PA, an dem Terminal sei erheblicher Schaden entstanden. Mehrere Straßen in der Nähe seien gesperrt worden.

Am Freitag hatte die Polizei ein London zwei Autobomben entschärft und damit vermutlich Anschläge mit zahlreichen Toten verhindert. Die in zwei Mercedes gefundenen Sprengsätze deuteten nach Ansicht von Experten darauf hin, dass eine in Großbritannien ansässige Gruppe verantwortlich war, die möglicherweise Verbindungen zur Al Kaida hat. Die Bomben ähnelten denen, die bei den Anschlägen auf den Londoner Nahverkehr vor fast genau zwei Jahren verwendet wurden, als 52 Menschen getötet wurden. (AP)

 
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