28. Jun 2007 18:46
Die Schweizer Kernkraftwerke sind durch Erdbeben stärker gefährdet als bisher angenommen. Das Risiko eines Kernschmelzunfalls müsse rund doppelt so hoch angesetzt werden wie bisher, heißt es.
Die Schweizer Kernkraftwerke (KKW) sind durch Erdbeben stärker gefährdet als bisher angenommen. Das geht aus einer Risikoanalyse des schweizerischen Energieministeriums hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) fordert darin die KKW-Betreiber auf, Maßnahmen zu prüfen. Mehrjährige Untersuchungen hätten ergeben, dass der seismische Anteil am Risiko der Schweizer Atomkraftwerke im Vergleich zu früheren Studien zugenommen habe.
HSK-Sprecher Anton Treier bestätigte einen Bericht der «Neuen Zürcher Zeitung», wonach das Risiko eines Kernschmelzunfalls rund doppelt so hoch angesetzt werden müsse wie bisher.
Konkret heißt dies zum Beispiel bei den Atomkraftwerken Beznau und Mühleberg, dass die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Unfall nun über den von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) für Neuanlagen empfohlenen Wert von höchstens 1:100.000 zu liegen komme. (AP)