28. Jun 2007 14:22
Der britische Premier Brown hat sein Kabinett vorgestellt - und für einige Überraschungen gesorgt. Das Land bekommt nicht nur einen ungewöhnlich jungen Außenminister, sondern auch erstmals eine Innenministerin.
Mit dem Amt wurde der einstige Zögling Blairs nach Ansicht von Beobachtern auch dafür belohnt, dass er sich in den Monaten vor dem Machtwechsel auf die Seite Browns geschlagen und auf eine Kandidatur für den Labour-Vorsitz verzichtet hatte. In seiner ersten Stellungnahme sagte Miliband, in der heutigen Zeit sei «eine Diplomatie erforderlich, die geduldig und zugleich zielgerichtet ist». Er werde sich einsetzen «für ein besseres Großbritannien und eine bessere Welt».Brown machte allerdings deutlich, dass es ihm vor allem auf gründliche Reformen im Innern ankommt. Die Veränderungen zielten darauf ab, Kinder, junge Menschen und Familien ganz besonders zu unterstützen und «dafür zu sorgen, dass Großbritannien für die neuen Chancen der globalisierten Wirtschaft gerüstet ist», erklärte er vor der ersten Kabinettssitzung in einem Schreiben an die Abgeordneten der regierenden Labour-Partei.
Die Führung des Verteidigungsministeriums ließ Brown unverändert in den Händen seines schottischen Landsmanns Des Browne. Dieser war kürzlich dafür in die Kritik geraten, dass britische Marineangehörige, die vom Iran mehrere Tage festgehalten worden waren, anschließend ihre Geschichten an die Presse verkaufen durften.