27. Jun 2007 15:45
Zwei Krankenhäuser und ein Transportunternehmen sollen in Los Angeles mehrfach obdachlose Patienten auf die Straße gesetzt haben. Unter ihnen war auch ein querschnittsgelähmter Mann mit künstlichem Darmausgang.
Zwei Krankenhäuser und ein Transportunternehmen in Los Angeles haben nach Ansicht der Staatsanwaltschaft mehrfach obdachlose Patienten auf der Straße ausgesetzt. Unter ihnen war auch ein querschnittsgelähmter Mann, der entdeckt wurde, als er in verschmutztem Kittel und mit künstlichem Darmausgang in einem heruntergekommenen Stadtteil auf der Straße kroch. Die Ermittler reichten Zivilklage wegen unlauteren Geschäftsgebarens gegen die Unternehmen ein.
Der 54 Jahre alte Obdachlose soll trotz des Protestes von Passanten vom Fahrer des beschuldigten Transportunternehmens ausgesetzt worden sein. Innerhalb von 14 Monaten setzten die Krankenhäuser nach Ansicht der Staatsanwaltschaft in vier Fällen Patienten in Los Angeles auf die Straße.
Die Muttergesellschaft einer der beschuldigten Kliniken erklärte, der querschnittsgelähmte Obdachlose habe den Fahrer aufgefordert, ihn auf dem Bürgersteig abzusetzen. Seitdem seien neue Vorschriften erlassen und die Ausbildung verbessert worden, um ähnliche Vorkommnisse zu verhindern.
Der Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses verabschiedete am Dienstag einen Gesetzentwurf, der das Aussetzen von Patienten künftig verbieten soll. (AP)