27. Jun 2007 14:53
Als «die Größten und die Besten» hat Noch-Premier Blair die britischen Soldaten im Irak bezeichnet. Als Fazit seiner Amtszeit ließ er keinen Zweifel daran, dass er deren Einsatz für richtig hält.
Seinen letzten Auftritt als Premierminister im Unterhaus nutzte er dazu, noch einmal eindringlich seine Entscheidung zu verteidigen, tausende Soldaten in den Irak zu schicken. Er bedauere, das Briten dort ihr Leben verloren hätten. Ihm sei klar, dass einige der Meinung seien, die Soldaten würden im Irak sinnlos großen Gefahren ausgesetzt sein. «Ich glaube jedoch, sie kämpfen für Sicherheit in diesem Land und in der Welt gegen Menschen, die unsere Lebensart zerstören wollen», betonte Blair. Was immer über seine Entscheidung für den Irak-Krieg gedacht werde, über die Soldaten könne es nur Meinung geben: «Sie sind die Größten und die Besten», fügte Blair in seiner letzten Fragestunde als Regierungschef hinzu. Sie wurde von wiederholten Vorwürfen und kritischen Fragen der Opposition zum Irak-Krieg überschattet.
Blair betonte, dass es nach seiner Überzeugung keine Alternative zum entschlossenen Kampf gegen den Terrorismus gebe.
Zugleich nahm er Bezug auf seine mögliche neue Rolle als Nahost- Sondergesandter. Er glaube, es gebe eine Lösung in der Region. Dafür sei aber «immense Arbeit» nötig, betonte Blair. Der neue Job im Nahost-Quartett, dem die USA, die Uno, die EU und Russland angehören, sollte im Laufe des Tages verkündet werden.
Blair schloss die Sitzung im Parlament mit den Worten: «Lebt wohl, das war's, das ist nun das Ende.» (dpa)