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Uno warnt vor Drogenhandel in Afghanistan

26. Jun 2007 07:49, ergänzt 12:19
Opium-Feld in Afghanistan
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Die Opium-Produktion in Afghanistan ist außer Kontrolle, wie das UN-Büro für Drogenkontrolle festgestellt hat. Der Rauschgift-Konsum blieb allerdings weltweit stabil.

Der Opiumanbau in Afghanistan bleibt eines der gravierendsten Probleme. Das geht aus dem Jahresbericht des UN-Büros für Drogenkontrolle und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hervor, der am Dienstag in Genf veröffentlicht wurde. Die dortigen Opiumkulturen hätten ein Ausmaß angenommen, welches Erfolge bei der Vernichtung anderer Zulieferquellen neutralisiere, sagte UNODC-Direktor Antonio Maria Costa.

Insgesamt 90 Prozent des weltweit illegal gehandelten Opiums, aus dem Heroin hergestellt wird, kämen mittlerweise aus Afghanistan, hieß es. In den 80er Jahren habe das Land erst 30 Prozent davon produziert. Die Hälfte der weltweiten Opiummenge wird demnach auf 70.000 Hektar in der südafghanischen Provinz Helmand angebaut - eines der Rückzugsgebiete der radikalen Taliban. Das ist das Dreifache der Anbaufläche in Birma, dem zweitgrößten Opiumproduzenten.

Der Drogenmissbrauch habe weltweit indes nicht zugenommen, wie das UN-Büro feststellte. Im vergangenen Jahr hätten sich demnach erstmals Konsum und Anbau von Drogen nicht ausgeweitet. Bei den meisten Drogen (Kokain, Heroin, Cannabis und Amphetaminen) seien Produktion, Handel und Konsum im Jahr 2006 stabil geblieben, hieß es.

45 Prozent Schmuggel-Kokain beschlagnahmt

Bei der Bekämpfung des Drogenschmuggels konnten den Angaben nach auf der ganzen Welt Erfolge erzielt werden. Mehr als 45 Prozent des weltweit hergestellten Kokains und mehr als ein Viertel des Heroins werden mittlerweile aus dem Verkehr gezogen. 1999 waren es erst 21 Prozent beim Kokain beziehungsweise nur 15 Prozent beim Heroin.

Bis zu 200 Millionen Menschen, fünf Prozent der Weltbevölkerung, konsumierten im Jahr 2006 Drogen. 159 Millionen von ihnen nahmen Cannabis - 2005 waren es noch 162 Millionen. Bei 25 Millionen, das heißt bei 0,6 Prozent der Weltbevölkerung, sei von einer schweren Drogensucht zu sprechen. (dpa)

 
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