24. Jun 2007 13:04
Die radikal-islamischen Taliban haben im Süden Afghanistans ein Minensucher-Team entführt. In Südafghanistan kamen bei Kämpfen über mehr als ein Dutzend islamistischer Kämpfer ums Leben.
Bei Kämpfen in der südafghanischen Unruheprovinz Helmand starben nach US-Militärangaben mehr als ein Dutzend islamistischer Kämpfer. Auf Seiten der Koalitionstruppen sei ein ausländischer Soldat und ein Afghane getötet worden, teilte das US-Militär in der Nacht zum Sonntag mit. Die Truppen seien im Bezirk Wascher von Milizen angegriffen worden und hätten dann nach stundenlangen Kämpfen Luftunterstützung angefordert. Hubschrauber hätten Bomben über den feindlichen Linien abgeworfen. Zivilisten seien bei den Gefechten nicht getötet worden. Der afghanische Präsident Hamid Karsai hatte am Samstag mit scharfen Worten die Nato-Truppen attackiert und ihnen vorgeworfen, nicht genügend zum Schutz der Zivilbevölkerung zu unternehmen.
Ein Nato-Sprecher kündigte daraufhin in Kabul an, dass es Verbesserungen geben werde. Kein Isaf-Soldat wolle Zivilisten töten. Dies sei bei den Taliban anders, betonte der Sprecher. Der afghanische Präsident Karsai habe mit seiner Kritik an der Isaf-Armeeführung richtig gelegen. Karsai habe das Recht, ärgerlich zu sein.
Zuletzt waren in Afghanistan 25 Zivilisten bei einem Luftangriff der Nato ums Leben gekommen. Die Isaf räumte heute ein, dass bei schweren Gefechten am Samstag versehentlich zivile Ziele im benachbarten Pakistan beschossen wurden. Dabei seien bis zu zehn Zivilisten getötet worden. (nz/dpa)